Heiligenhauser Herzensstücke

Kissen, Taschen oder auch Bilder – Jenny Jung-Giantsios hat eine kreative Ader.
Kissen, Taschen oder auch Bilder – Jenny Jung-Giantsios hat eine kreative Ader.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Heiligenhauserin Jenny Jung-Giantsios hat die Nähmaschine für sich entdeckt – und ihre selbst gemachten Stücke finden hohen Anklang.

Heiligenhaus.. Komplizierte Schnittmuster, jahrelanges Üben, Nähkurse – all das ist nichts für Jenny Jung-Giantsios. Die Heiligenhauserin macht seit gut einem Jahr vieles selber, und das alles meist aus dem Handgelenk heraus. „Ist doch auch langweilig, wenn alles nach Vorgabe gemacht wird“, lacht sie fröhlich, denn das, was sie macht, sieht trotzdem perfekt aus.

Angefangen hat sie mit ihrer Leidenschaft durch einen Zufall. „Ich habe beim Aufräumen die Nähmaschine meiner Omi gefunden“, berichtet sie. Und spontan die Idee gehabt: Jetzt müsse sie auch was damit machen, schnell könne sie sich dann für etwas Neues begeistern. „Meine Schwiegermutter hat mir dann das ein oder andere gezeigt und mir Tipps gegeben. Ich habe mir dann Anregungen im Internet geholt, einiges ausprobiert nach und nach und dann einfach mal etwas versucht“, berichtet sie von ihren Anfängen. Und wenn mal etwas nicht sofort klappte, hat sie einfach einen Schritt zurück und neu gemacht. Nun verkauft sie ihre Werke unter dem Label ‘Herz-Stück by Jenny’.

Seitdem sitzt sie fast jeden Abend, wenn sie von ihrer Arbeit als Werbekauffrau nach Hause kommt, und werkelt an allen möglichen neuen Sachen herum – denn sie ist keine Person, die es sich auf der Couch gemütlich machen kann. „Ich muss immer etwas tun, arbeite auch ehrenamtlich und hab noch das ein oder andere Projekt. Mein Mann kommt abends spät nach Hause und muss dann oft noch etwas am Laptop arbeiten. Dann sitzen wir am Wohnzimmertisch und arbeiten eben zusammen“, berichtet das Ehepaar.

An Handtaschen, Kosmetikbeuteln, Küchenschürzen oder Schmuck probiert sie sich seitdem aus, erweitert stets ihr Sortiment. „Es darf nicht langweilig werden, ich will nie eine Sache zweimal machen“, findet Jung-Giantsios. Sie guckt im Internet, auf Märkten und in Läden dann nach Stoffen, die ihr gefallen, mittlerweile gibt es da eine riesige Auswahl, berichtet sie. „Ich sehe dann den Stoff und überlege, was ich daraus machen kann“, erklärt sie ihre Herangehensweise.

Keine Massenware

So entstehen dann auch persönliche Kissen, Schlüsselanhänger, Loops, Schals und Dreieckstücher. Eine große Auswahl hat Jung-Giantsios bereits in ihrem Repertoire, obwohl sie auf den Selbstgemacht-Trend erst seit kurzem aufgestiegen ist. „Aber wenn es keine Massenware ist, ist es was besonderes.“

Zu erwerben sind ihre hergestellten Stücke bislang vor allem über ihre Facebookseite (www.facebook.com/herzstueckbyjenny). Auf dem Frühlingsfest Ende April wird sie einen Stand haben. „Ich bin dann auf die Reaktionen der Leute gespannt, denn ich würde glaube ich vor Freude ausrasten, wenn ich jemanden irgendwann mit meiner Tasche durch die Stadt laufen sehe“, so Jung-Giantsios.

Ihre neuesten Werke sind Bilder: Marvel-Comics, bunt verziert. „Das Ausschneiden ist schon eine Menge Arbeit, aber dann mach ich alles spontan so, wie es mir gefällt“, erklärt Jenny Jung-Giantsios. Spontan, aus dem Handgelenk heraus, am Liebsten möchte man oder Frau alles mitnehmen. Da ist man schon gespannt darauf, was ihr als nächstes einfällt. Herzensstücke sind es eben.