Heiligenhauser Gymnasiasten bereiten Abifeiern vor

Die Abi-Organisationsgruppe am IKG:
Die Abi-Organisationsgruppe am IKG:
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Nicht nur um ihre Abiturprüfungen müssen sich die Schüler kümmern, sondern auch um die Traditionen rund um den Abschluss: Der Ball, die Mottowoche, die Zeitung.

Heiligenhaus.. 78 Schüler des IKG stehen dieses Schuljahr vor den Abiturprüfungen. Die Prüfungen stellen nicht die einzige Herausforderung für die Schüler dar, auch die anschließenden Feierlichkeiten wollen gut durchdacht sein. Zwar sind sie noch ein halbes Jahr entfernt, doch die Abiturienten stecken schon mitten in den Vorbereitungen.

In fünf Komitees planen die Oberstufenschüler, wie ihr Schulabschluss zu einem unvergesslichen Ereignis werden soll: Sie organisieren Partys, eine Mottowoche, eine Zeitschrift und einen abschließenden Ball.

Der Abiball ist der Höhepunkt der Veranstaltungen. Die amerikanische Vorlage ist vor vielen Jahren ins Niederbergische herübergeschwappt. Seitdem kosten die Bälle auch hierzulande immer mehr Zeit und Geld. „Wir rechnen mit 9000 Euro Kosten allein für das Catering“, erklärt Julie Kocherscheidt. „Eine Eintrittskarte wird etwa 30 Euro kosten.“ 15 Schüler beschäftigen sich mit der Dekoration und dem Abendprogramm für rund 450 Gäste. Einer von ihnen ist Simon Przetak. Er kündigt schon mal an: „Eine Band müssen wir noch engagieren.“

Brötchen und Kuchen bei Schulveranstaltungen sollen nicht nur den Kunden schmecken, sondern auch Geld zum Abiball beisteuern. Die Stufensprecher sammeln außerdem regelmäßig das sogenannte Stufengeld ein. „Bislang zählen wir mehr als 5500 Euro in der Stufenkasse.“

Feiern mit 700 Gästen

Das Abiparty-Komitee versetzt die Partygäste schon einmal schnupperweise in die Feierlaune des kommenden Abiballs: Zu den Aufgaben der fünfköpfigen Gruppe zählen unter anderem die Wahl der Musik und des DJs sowie Gema-Abgaben, die Miete des Veranstaltungsortes mit Versicherung und Security, Getränke und der Eintrittspreis. „Unsere letzte Stufenparty in Velbert brachte uns rund 600 Euro ein“, stellt Marvin Kern zufrieden fest. Und zwar nach Abzug aller Kosten.

Die Schüler kooperieren mit den Nachbargymnasien: Im Schnitt fiebern 700 Schüler vom IKG und den Velberter Gymnasien GSG und NEG auf der Tanzfläche gemeinsam auf den späteren Ball hin. Zusätzlich steigen im Heiligenhauser Club noch IKG-interne Feten.

Acht Jahre in einer Zeitung

Um die Dokumentation der vergangenen acht Jahre Gymnasium sorgt sich das Abizeitungskomitee: „Wir verbringen außerschulisch viel Zeit mit dem Sammeln und Überarbeiten von Dokumenten und Fotos“, erläutert Laura Wilms, „wir müssen uns auch um eine Druckerei kümmern und darauf achten, dass alles ins Budget passt.“ Die Kosten für den Druck schätzen die Schüler auf 1500 Euro. Wie in einer richtigen Redaktion müssen die Schüler ein Layout erstellen. Und das alles bei laufenden Abi-prüfungen. „In den Klausurphasen bleibt wenig Zeit für das Komitee übrig.“

Jeden Tag ein neues Motto

Zwölf Mitglieder in den Abischerz- und Abimottokomitees setzen sich ein amüsantes und abwechslungsreiches Vorabi­programm als Ziel: „Wir wollen Neues ausprobieren und mit allen Lehrern und Schülern zusammen gute Laune verbreiten“, wünscht sich Katharina Korb. Alexander Loepke freut sich schon auf den Abischerz und das Fußballturnier, das Geld in die Kasse spielen soll. „Den Abischerz wollen wir dieses Jahr wieder auf die Beine stellen. Wegen Problemen in den Vorjahren ist hierbei aber eine enge Zusammenarbeit mit der Schulleitung nötig.” Merve Duman erklärt, dass in den vergangenen Jahren eigens eine Bühne auf dem Schulhof aufgebaut wurde, auf der ein Quiz, eine Tortenschlacht oder Personenraten gegen die Lehrer gespielt wurde.

Um als Jahrgang einen bleibenden Eindruck auf dem Schulgelände zu hinterlassen, ist außerdem das traditionelle Denkmal auf dem Schulhof geplant.