Heiligenhauser Friedhofsallee bleibt Flickenteppich

Der Radfahrer Christoph Böttcher bemängelt die Fahrbahndecke an der Friedhofsallee und kreidet diese an. Geflickt wird sie nur noch an einer besonders schlimmen Stelle.
Der Radfahrer Christoph Böttcher bemängelt die Fahrbahndecke an der Friedhofsallee und kreidet diese an. Geflickt wird sie nur noch an einer besonders schlimmen Stelle.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit Jahren ist der miserable Zustand der Verbindungsstraße zwischen Feuerwehr und Friedhof bekannt. Ändern wird sich das erst, wenn die Verbindung zum Grünen Jäger ausgebaut wird.

Heiligenhaus..  Es gibt wohl kaum eine Straße in Heiligenhaus, die Autofahrer am liebsten so sehr meiden wollen wie die Friedhofsallee. Denn trotz Slalomfahrens ist es auch bei geringer Geschwindigkeit kaum möglich, diese zu befahren, ohne ein Schlagloch mitzunehmen. Und das wird wohl in den meisten Abschnitten auch erst einmal so bleiben.

WAZ-Leser Christoph Böttcher fährt diese Strecke, wie auch alle anderen, mit dem Fahrrad. „Wenn ich hier lang fahre, dann habe ich ja ‘ne Gehirnerschütterung“, kreidet er nun an. Denn kaum ein Meter ist befahrbar, ohne durchgerüttelt zu werden, ob mit dem Rad oder dem Auto. Für ihn ist der Weg aber nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich: „Wenn man mit dem Rad falsch drüber fährt, besteht die Gefahr zu stürzen“, berichtet er. Und schiebt hier lieber sein Fahrrad. „Selbst Autofahrer können sich hier, wenn sie zu schnell fahren, die Felgen kaputt fahren“, hat er schon beobachtet.

Aber was ist denn jetzt mit dieser Straße, die auch immer mal wieder Thema in unserer Berichterstattung war und für die Straßenbau-Fachbereichsleiter Michael Krahl 2013 versprach, dass sie 2014 komplett saniert werde? Die Sanierung, so Krahl damals, stünde im Haushalt, die Holperpiste würde endlich zu einer glatten Straße ausgebaut. Doch manchmal kommen die Dinge anders, als man sie plant, berichtet nun der Technische Beigeordnete, Harald Flügge: „Sie ist in der mittelfristigen Haushaltsplanung, aber wenn wir die Straße nun komplett sanieren würden, wäre das verbranntes Geld.“

Denn die jetzige Friedhofsallee, die die Heiligenhauser zum Friedhof bringt, zum Steinmetz, zur Gärtnerei und zur Grünannahmestelle, wird einmal eine noch wichtigere Funktion haben: „Das wird die Anbindungsstraße zum Gewerbegebiet Grüner Jäger. Das heißt, wir kriegen hier eine ganz andere Straße, viel breiter und anders in der Führung“, berichtet Flügge. Die jetzige Straßenführung sei für eine Gewerbegebietsanschließung nicht geeignet.

Einen Bereich ausbessern

Bei dem Flickenteppich, den es hier jetzt zu beseitigen gebe, wäre aber schon fast ein Neubau nötig. Den man in wenigen Jahren wieder abreißen müsste für die neue Straße. „Wir wissen natürlich, dass die Friedhofsallee in keinem gutem Zustand ist, ganz besonders an einer Stelle. Hier müssen wir überlegen, kurzfristig eine Lösung zu finden und zumindest diesen Bereich auszubessern“, verspricht Flügge, dies erneut zu prüfen.

Wird also nichts aus einer schnellen Lösung für eine viel bessere Straße. „Ich hoffe, dass bei anderen Straßen, wie der Wülfrather Straße, der Schwittenes- oder der Herzogstraße, endlich mal nachgebessert wird, denn für uns Radfahrer ist das alles nicht sehr fahrfreundlich“, kreidet Christoph Böttcher abschließend an.