Heiligenhauser Förster ist ausgezeichnet

Hannes Johannsen (Mitte) erhielt durch den Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Düsseldorf-Mettmann Gerd Spiecker (links) und dem Ehren-Hegeringleiter Heiligenhaus-Hösel Klaus Sternemann eine Urkunde wegen seiner besonderen Verdienste um die Naturvermittlung.
Hannes Johannsen (Mitte) erhielt durch den Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Düsseldorf-Mettmann Gerd Spiecker (links) und dem Ehren-Hegeringleiter Heiligenhaus-Hösel Klaus Sternemann eine Urkunde wegen seiner besonderen Verdienste um die Naturvermittlung.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Für seinen unermüdlichen Einsatz im Bereich der Umweltbildung hat Hannes Johannsen einen Preis gewonnen.

.„Natur erleben“, das ist das Motto der Arbeit von Hannes Johannsen. „Wenn wir mit den Kindern einen Waldrundgang machen oder Vögel beobachten, ist das der Startschuss für die Liebe zur Natur. Und was man liebt, das beschützt man“, erklärt der Förster. Für diesen Ansatz und die vorbildliche Arbeit ist das Umweltbildungszentrum (UBZ) mit dem mit 2000 Euro dotierten Lernort-Naturpreis der Waldtier- und Biotopschutzstiftung Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.

Für Johannsen mit freuten sich auch Bürgermeister Dr. Jan Heinisch und die SPD-Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt, als dieser von Gerd Spiecker als Vorsitzendem der Kreisjägerschaft Düsseldorf-Mettmann die Ehrenurkunde erhielt. Die Kreisjägerschaft hatte im Landesjagdverband NRW das UBZ für den Preis vorgeschlagen. In der Begründung hieß es, dass sich das UBZ vor allem durch die Vielfältigkeit der Themen und Angebote sowie auch durch die Zusammenarbeit mit vielen Experten auszeichne.

So können die Grundschüler bis Abiturienten vom fachlichen Wissen erfahrener Imker profitieren und Organisationen wie den NABU kennenlernen. Besonders gut gefallen hätte der Jury auch die Wald- und Wildwoche, in der Heiligenhauser Jäger zehn Schulklassen Flora und Fauna im Vogelsangbachtal erklärten.

Ohne Ehrenamtler geht es nicht

Eines möchte Hannes Johannsen an dieser Stelle betonen: „Dieser Preis gilt nicht nur mir. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre das und viele Projekte nicht möglich gewesen.“

Ernstgemeinte Fragen wie „Sehen wir bei unserem Waldrundgang auch Elefanten?“ zeigten, dass die heranwachsende Generation sehr viel weniger Zeit als früher im Freien verbringt. Man wolle die Naturnähe wieder herstellen, und die Angst nehmen.“

Den bösen Wolf gibt es nicht mehr, heute ist die Zecke das Ungeheuer in den Wäldern, so Johannsen, „dabei ist es wahrscheinlicher, dass einem beim Fußweg in die Stadt etwas zustößt, als von einer Zecke gebissen zu werden“. Eben diese Aufklärung liegt dem UBZ sehr am Herzen. Und wenn die ersten Hemmungen überwunden sind, haben die Kinder viel Freude an Wald und Wiesen. „Egal, welchen Hintergrund die Mädchen und Jungen haben: wenn sie in der Matsche stecken, sind sie alle gleich!“, schmunzelt Johannsen.

Und das Engagement kann große Erfolge verbuchen: Im Jahr 2014 kamen 10 550 Besucher, per E-Mail bedankten sich begeisterte Eltern beim Bürgermeister. Klaus Sternemann vom Hegering Heiligenhaus-Hösel bringt es auf den Punkt: „Ohne Hannes Johannsen wäre die Kinder- und Jugendarbeit in Heiligenhaus deutlich ärmer.“