Heiligenhauser Ehepaar macht Seniorenarbeit einfach Spaß

Horst und Margit Neuburg organisieren unter anderem das Seniorenfrühstück, das monatlich in der Dorfkirche Isenbügel stattindet, aber auch andere Veranstaltungen rund um die Kirche.
Horst und Margit Neuburg organisieren unter anderem das Seniorenfrühstück, das monatlich in der Dorfkirche Isenbügel stattindet, aber auch andere Veranstaltungen rund um die Kirche.
Foto: FUNKE Foto Services
Einmal im Monat findet in der Dorfkirche Isenbügel das Seniorentreffen statt. Ohne Horst und Margit Neuburg wäre das alles nicht zu stemmen.

Heiligenhaus..  „Wir reden über alles, nur nicht über Krankheiten!“ Alle am Tisch lachen. Es herrscht eine fröhliche, ausgeglichene Stimmung in der Isenbügeler Dorfkirche, wenn man sich zum monatlichen Seniorenfrühstück trifft. Margret und Horst Neuburg kümmern sich seit vielen Jahren darum, dass alles stimmt: vom Frühstücksei bis zum gemeinsamen Frühsport.

Wer jetzt bei Seniorenfrühstück an Pumpernickel und Quark denkt, der liegt völlig daneben. „Sie müssen mal sehen, was hier aufgefahren wird“, berichten die Herren und Damen und zeigen auf die Tische. Neben Körben voller frischer Brötchen stehen dort viele liebevoll dekorierte Teller. Nur drei Euro kostet die Teilnahme an dem monatlichen Frühstück, zu dem nicht nur Isenbügeler kommen, sondern alle Senioren herzlich eingeladen sind. „Und mit dem Geld kommen wir auch noch gut aus“, berichtet Margret Neuburg.

Telefonisch kann man sich bei dem Ehepaar anmelden. Einen Tag vorher wissen sie dann, wie viele dieses Mal kommen werden. „Meistens sind es über 30“, berichtet Horst Neuburg. Eingekauft wird, was lecker ist: diverse Sorten Käse und Wurst, frisches Obst und Aufstriche. „Am liebsten essen unsere Senioren Lachs und Ei“, weiß Margret Neuburg aus Erfahrung. Morgens früh holt ihr Mann die frischen Brötchen, dann geht es in Isenbügel los.

„Es ist immer so liebevoll alles hergerichtet“, schwärmen die Besucher. Schon seit Jahren kommen einige hier her, denn „hier können wir in Gemeinschaft essen, das ist doch viel schöner“. Und miteinander quatschen. „Das Töttern, das ist das Wichtigste“, findet auch Horst Kiefer, der mit seiner Frau seit ein paar Jahren regelmäßig teilnimmt. Immer was Neues gibt es, immer was zu lachen oder auszutauschen.

Frühstück hat ein Motto

Und immer versuchen die Neuburgs, ein Thema für das Frühstück zu finden. Heute wollten sie einen Film über die Arbeit des THW zeigen, „aber dafür ist die Kirche zu hell“, sagt Horst Neuburg. Eingeladen zu den Treffen hatten sie bereits schon jemanden von Feuerwehr, Polizei oder Stadt, einen Pfarrer und andere Gäste. „Wir wollen auch informieren und Spaß haben“, berichtet Neuburg weiter und verweist auf die erfolgreichen Karnevalsveranstaltungen.

Jeden vierten Mittwoch im Monat trifft man sich hier, aber ohne die Arbeit des engagierten Ehepaars wäre das wohl schwierig, findet auch Elisabeth Merten: „Es braucht immer jemanden, der sich um die Organisation kümmert und das machen die beiden ganz toll und mit viel Herz.“ Selber ist Merten auch hier aktiv: „Ich mache morgens mit der Gruppe erst einmal eine Runde Frühsport“, berichtet sie. Denn die Mahlzeit müsse sich erst einmal verdient werden.

Das mehr als nur Frühstücken findet auch Ellen Zimmermann toll: „Wir kennen uns, wir lachen miteinander, wir singen zusammen und das Frühstück ist toll, was will man mehr?“ Auch sie findet, dass die Neuburgs unbezahlbar sind: „Es wäre wirklich zu schade, wenn diese Veranstaltung nicht mehr stattfinden könnte, aber ohne sie wüssten wir gar nicht, was wir machen sollten“, so Zimmermann. Ein herzliches Frühstück organisiert von herzlichen Menschen eben. Von Herzen eben.