Heiligenhauser Brückenbaustelle bald in Sichtweite

Vom Balkon aus haben Heike Krauthäuser und Tochter Johanna (6) einen guten Blick auf die Baustelle unterhalb der Hülsbecker Straße.
Vom Balkon aus haben Heike Krauthäuser und Tochter Johanna (6) einen guten Blick auf die Baustelle unterhalb der Hülsbecker Straße.
Foto: FUNKE FOTO SERVICES
Was wir bereits wissen
A44-Lückenschluss geht voran. Vorbereitungen für das Bauwerk Laubecker Bachtal haben begonnen. Straßen NRW rechnet mit zwei Jahren Bauzeit.

Heiligenhaus..  „Sonnig, 20 Grad, Zeit für die Sonnencreme“, konstatiert Olaf Wüllner, Bauleiter von Straßen NRW, und lacht. Das Geschehen rund um den A44-Lückenschluss ist sein Tagesgeschäft – von der Brücke Ganslandsiepen bis zur Ratinger Straße.

Die Anbindung der An- und Abfahrten am Grünen Jäger liegt „gut in der Zeit“, sagt Wüllner. Der Verkehr auf der Ratinger Straße fließt zwar noch zähflüssig über die Ampelregelung und wird in der ersten Maiwoche aufgrund von Asphaltarbeiten sogar zur Gänze umgeleitet, doch dann ist alles fertig. „In den Randbereichen werden wir noch Kosmetik betreiben, aber die Fahrbahnen sind komplett hergestellt“, erklärt der Bauleiter.

Der regelmäßig von der dortigen Anschlussstelle seine Fahrten auf der A44-Trasse Richtung Heidestraße unternimmt. Sein Augenmerk richtet sich derzeit auf den Bereich unterhalb der Hülsbecker Straße. Dort wird das Brückenbauwerk Laubecker Bachtal entstehen – rund 200 Meter lang und in einer ähnlichen Optik mit Beton und Stahl wie sie bereits die Brücke Ganslandsiepen aufweist. Bis Ende des Monats sollen die Vorbereitungen abgeschlossen sein, damit die Bohrungen für die Pfähle erfolgen können.

Dazu mussten zunächst Zufahrten angelegt werden. Bagger schoben Erdmassen vor sich her, formten neue Wege. Familie Krauthäuser, seit dem Jahr 2000 im Wohngebiet Hülsbeck heimisch, hat vom Balkon aus einen guten Beobachtungsposten auf diese Arbeiten. „Für die Kinder ist das schon eine Attraktion, wenn die Bagger unterwegs sind“, bleibt Heike Krauthäuser gelassen.

Dass sich eines Tages die Autobahn hinter dem nächsten Acker erstrecken wird, war klar. „Natürlich denkt m an immer, das Projekt ist noch weit entfernt. Schließlich wurde ja über 30 Jahre nur geredet und nichts ist passiert.“ Der anstehende Baulärm werde sicherlich noch mal hart, „aber danach vernimmt man eher ein Rauschen durch die Autos. Ich habe früher dicht an einer Eisenbahnstrecke gewohnt, das war schlimmer“, findet Heike Krauthäuser.

Derzeit bietet die unfertige Trasse jedenfalls jede Menge Möglichkeiten, die niederbergische Landschaft mal ganz anders zu erleben: „An den Wochenenden sind immer viele Leute dort unterwegs“, weiß Krauthäuser. Bauleiter Olaf Wüllner ist das ebenfalls bekannt: „Solange die Spaziergänger auf den Wegen bleiben. . . Aber mehrfach wurden schon Fahrzeuge und Materialien beschädigt. Das geht natürlich nicht. Da erstattet die Baufirma Anzeige.“