Heiligenhauser A44-Trasse wird zum Film-Schauplatz

Noch nicht in Betrieb und ideal als Film-Schauplatz: die Trasse der A44 in Höhe der Auffahrt Grüner Jäger.
Noch nicht in Betrieb und ideal als Film-Schauplatz: die Trasse der A44 in Höhe der Auffahrt Grüner Jäger.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Film- und Medienstiftung hat Heiligenhaus erneut für einen Film-Schauplatz ausgewählt. Das Freiluftkino findet am 15. Juli statt

Heiligenhaus..  Noch ist es nicht so richtig vorstellbar, doch bis zum Sommer sind die Arbeiten an der Auffahrt Grüner Jäger zur A44 so weit gediehen, dass Jung und Alt mit Stühlen, Bänken und Picknickkorb unter dem Arm sich dort hinbegeben werden können, um großes Kino anzuschauen. Die A44-Trasse wird am Mittwoch, 15. Juli, nämlich ein ganz besonderer Ort für einen ganz besonderen Film im Rahmen der Reihe „Film-Schauplätze“ der Film- und Medienstiftung NRW.

Heiligenhaus hat mit dieser Idee zum wiederholten Mal eine Punktlandung hingelegt. „Das ist ja doch was ganz Außergewöhnliches“, findet Anna Fantl, die die Film-Schauplätze alljährlich für die Stiftung organisiert und Heiligenhaus (fast) wie ihre Westentasche kennt.

Nach Rathausplatz, Steinbeck-Park, Bahnpark und Basildonplatz geht’s jetzt raus auf die Autobahn. Wobei – Asphaltkontakt gab es schon mal, erinnert Stadtmarketing-Koordinator André Saar: „Vor zehn Jahren haben wir mitten auf der Hauptstraße, die damals ja noch B227 war, die Leinwand aufgestellt.“ Der Verkehr wurde damals umgeleitet, was im Falle der Autobahn kein Problem sein dürfte, denn die ist ja noch gar nicht in Betrieb.

„Für genug Parkplätze wird gesorgt sein“, ist Ruth Ortlinghaus, Sprecherin des Stadtmarketing-Arbeitskreises Kultur und Gesellschaft und Organisatorin auf Heiligenhauser Seite, zuversichtlich. Strom und Wasser seien im Baustellenbetrieb vorhanden, Platz für die Leinwand sei allemal ausreichend da. Auch Anna Fantl sieht keine Probleme, die aufblasbare Leinwand, mit der die Filmstiftung jeden Sommer durch die NRW-Städte tourt, auf der Trasse zu installieren. Anna Fantl: „Was das Begleitprogramm angeht, weiß ich das beim Stadtmarketing in guten Händen.“

Das Open-Air-Kino lebt davon, dass an ungewöhnlichen Orten dazu passende Filme laufen und dass das Publikum durch ein entsprechendes Programm darauf eingestimmt wird. Hier arbeitet die Filmstiftung Hand in Hand mit den Städten. In diesem Jahr werden es 18 Schauplätze sein, sagt Anna Fantl. Nicht alle Bewerbungen seien zum Zuge gekommen. Die Stadt Heiligenhaus hatte zum wiederholten Mal Glück.

So sind die Mitglieder des Stadtmarketing-AK schon fleißig dabei, das Rahmenprogramm zusammenzustellen. Mit im Boot sind erneut die Leos und Lions mit verschiedenen Aktionen. „Musikalisch geht es Richtung Rock und Pop“, kündigt Ruth Ortlinghaus an. Und passend zum Film soll es Sketche geben.

Zu welchem Film? „Eyjafjallajökull – der unaussprechliche Vulkanfilm“ lautet der Titel. So kompliziert wie der Name ist die Beziehung der Protagonisten: ein Ex-Ehepaar auf dem Weg zur Hochzeit der Tochter. Eine Reise auf dem Asphalt mit vielen Hindernissen.