Heiligenhaus zeigt Flagge für Tibet

Am Fahnenmast des Rathauses werden heute den ganzen Tag lang die bunten Farben der tibetischen Flagge leuchten. Heiligenhaus setzt damit wie in den vergangenen Jahren ein Zeichen der Solidarität mit den Tibetern.

Anlass ist der Tibetische Volksaufstand vom 10. März 1959 gegen die chinesische Besetzung des zentralasiatischen Hochlandes und anhaltende Menschenrechtsverletzungen bis in die heutige Zeit. Seit 20 Jahren ruft daher die Tibet Initiative Deutschland e.V. an diesem Datum zum Aktionstag auf.

Heiligenhaus seit den 90ern dabei

Deutschlandweit beteiligen sich mehr als 300 Städte und Landkreise, am Gedenktag, indem sie an öffentlichen Gebäuden die Flagge mit den zwei Schneelöwen unter einer aufgehenden Sonne hissen. Heiligenhaus ist seit den 1990er Jahren mit von der Partie.

„Die bunte tibetische Fahne erregt vor dem Rathaus besondere Aufmerksamkeit und ruft den Menschen ins Gedächtnis, dass mit der Besetzung Tibets etwas passiert ist, was man nicht gut heißen kann. Und der Konflikt dauert ja noch immer an“, sagt Bürgermeister Dr. Jan Heinisch über die Aktion, die sich in gewisser Weise mit den Stolpersteinen vergleichen lasse, die in vielen Kommunen an das jüdische Leben erinnern.

Fahne ist in Tibet selbst verboten

China hatte Tibet im Jahr 1949/50 besetzt. Heute ist es dort bei Strafe verboten, die tibetische Flagge zu besitzen oder öffentlich zur Schau zu stellen, da die chinesischen Regierung dies als Zeichen des Aufstands wertet. Eine Zuwiderhandlung wird bestraft. 150 000 der rund sechs Millionen Tibeter leben heute im Exil, darunter auch der Dalai Lama, ihr geistiges Oberhaupt, der in Indien residiert.