Gospel-Chor „New Life“ trat in Heiligenhaus auf

Der Gospelchor „New Life“ will mit seinen Konzerten die Menschen in Westafrika unterstützen.
Der Gospelchor „New Life“ will mit seinen Konzerten die Menschen in Westafrika unterstützen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Gospelchor „New Life“ aus Düsseldorf gab ein Benefiz-Konzert in der Heiligenhauser Kant-Aula zugunsten des afrikanischen Frauen-Vereins „The Voices of Sierra Leonean/Liberian Women“.

Heiligenhaus..  „Ich finde, man muss im Leben teilen.“ Mit diesem Statement begrüßte Moderatorin Isatu B. Koroma in original afrikanischer Tracht das Publikum in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums. Dort wurde ein Benefiz-Konzert veranstaltet, mit dessen Einnahmen besonders den Menschen in Westafrika geholfen werden soll. Der Gospelchor „New Life“ aus Düsseldorf trat mit seinen religiösen, inspirierenden Liedern auf, um den Verein „The Voices of Sierra Leonean/Liberian Women“ zu unterstützen. „Das Wort Spende benutze ich nicht so gern, denn wenn wir alle teilen würden, dann ginge es allen Menschen auf dieser Welt gut.“ Das Publikum antwortete zustimmend mit großem Applaus.

Ebola, der unsichtbare Feind

Erst langsam und hoffnungsvoll, dann – mit einem Mal – schneller, lauter, fröhlicher. So nahm das erste Lied seinen Lauf. „I will follow Him, this is my destiny“, sangen die Gläubigen, und das Publikum klatschte gut gelaunt mit. Dass von Schicksal die Rede war, war den Sängerinnen und Sängern ins Gesicht geschrieben, denn sie schlossen ihre Augen, die Männer hoben sogar ihre Arme zum Himmel empor. Jeder Besucher glaubte den Sängern, dass sie froh und dankbar waren, auf dieser Erde zu leben.

Mit „Er hält die ganze Welt in seiner Hand“ wollte der Chor besonders an die Länder erinnern, die so stark vom „unsichtbaren Feind Ebola“ betroffen waren, wie Moderatorin Koroma die Epidemie bezeichnete.

Der von Janet Camus gegründete Verein „The Voices of Sierra Leonean/Liberian Women“ verwies darauf, dass es durch Ebola noch mehr Waisenkinder gebe: „Deswegen haben wir alles stehen und liegen gelassen, damit es unseren Brüdern und Schwestern in Afrika besser geht. Nicht gut, aber besser“, so Koroma. Janet Camus war selbst Waisenkind, und heute ist sie glücklich darüber, dass sie Kindern auf der Straße helfen kann. Mit dem eingenommenen Geld soll ein Heim gebaut werden – „die Kinder sollen Bildung erfahren.“

„Glory, glory, hallelujah“ sang auch das Publikum mit, besonders Marie Louise Ertlé aus dem Schwarzwald: „Das Temperament und die Unschuld, wie sie sich ausdrücken, begeistern mich.“ In Afrika unterstützt sie momentan einen Verein in Eritrea. Sie war auch diejenige, die vor der Pause am lautesten um eine Zugabe bat.

Neben einem bunt zusammengestellten Essen konnte man in der Pause auch die CD des Chors erwerben, um „New Life“ mit 10 Euro dabei zu unterstützen, weiterhin ihre Botschaft zu vermitteln. Sie reisen dafür quer durchs Land.

„Don’t give up on God ‘cause He won’t give up on you”, riet die Gospel-Truppe der Welt (Gib Gott nicht auf, weil er dich nicht aufgeben wird). Wenn die Sänger solch bedeutende Zeilen vortragen, dann schauen sie sich gegenseitig an und lächeln.

Collins Owusu „fühlt den Herrn, wenn ich Gospel singe. Das bin nicht mal ich, der singt, sondern Gott singt durch mich, ich bin sein Mikrofon. Er benutzt mich, um seine Botschaft zu vermitteln.“ Owusu glaubt, dass manche Leute dadurch die Heilung empfangen, die sie brauchen. „Mein Herz ist froh, und das ist das schönste Gefühl auf der Welt.“