Gesamtschule folgt dem Vorschlag der Schülervertretung

Über die jungen Handy-Sünder an der Gesamtschule hat Gabriele Arnsmann den besten Überblick: Denn wer im Unterricht simst oder surft und sich dabei erwischen lässt – der erhält sein handliches Statussymbol erst nach einem Gespräch mit der Schulleiterin zurück.

Klingt streng? Dabei praktiziert die Gesamtschule im Vergleich der drei weiterführenden Schulen das liberalste Handy-Regime – inklusive WLAN für die Schüler. Das gültige Regelwerk hatte die Schülervertretung (SV) selbst erarbeitet: In den Unterrichtsräumen und in der Mensa sind Handys verboten, erläutert Gabriele Arnsmann, „aber in den Fluren und auf dem Schulhof erlaubt“. Einen Aspekt dieser Lockerung sieht die Lehrerin für Biologie, Chemie, Deutsch und Geografie kritisch: Gerade die Jüngsten seien von ihrem ersten Handy oft derart fasziniert, dass sie in den Pausen nichts anderes mehr wahrnehmen: „Die Aufsicht sollte dann die Kinder anregen: Spielt eine Runde, bewegt Euch!“

Ansonsten sei „der Missbrauch stark zurück gegangen“, weiß Arnsmann. Auch Mobbing mit dem Mobiltelefon war noch kein Thema an der Gesamtschule. Sie habe „außerhalb des Schultages“ davon gehört, so die Schulleiterin. Ein Krisenteam um den Sozialpädagogen konnte es richten.