FPD für Markt zu später Stunde in Heiligenhaus

Für Genießer ist angerichtet: So stellt sich die FDP einen Feierabend-Marktfür Heiligenhaus vor.Foto:Thomas Schmidtke
Für Genießer ist angerichtet: So stellt sich die FDP einen Feierabend-Marktfür Heiligenhaus vor.Foto:Thomas Schmidtke
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
„After Work“-Märkte sind andernorts bereits Erfolgsmodelle. Volker Ebel betont, die Neuheit wäre „keine Konkurrenz zu unserem tollen Wochenmarkt“.

Manche Städte holen sich so eine würzige Prise von mediterranem Flair auf ihren Marktplatz: Der wird wieder zum (zwei)wöchentlichen Treffpunkt, wenn auch am frühen Abend Altstadtbummler eine delikate Auswahl an Ständen antreffen. Vor den Wagen sind Tische und Bänke aufgebaut, denn das Waren-Sortiment verführt zum sofortigen Verzehr. Ein Gläschen Wein dazu? Auch dafür sollte gesorgt sein. Dieses Erfolgsmodell, an dem sich schon manche Stadtmarketing-Menschen laben, nennt sich „After Work“-Wochenmarkt. Und man ahnt’s: Er dient weniger der unmittelbaren „Nahversorgung“ als vielmehr der Belebung der Innenstadt zu sonst bereits stilleren Stunden.

„Zufällig“ hatte Volker Ebel das Flair später Marktstunden erlebt und die „besonders schöne Atmosphäre“ genossen. Der FDP-Fraktionschef machte daraus einen Antrag für den Wirtschaftsförderungsausschuss: Die Verwaltung möge in den Sommermonaten Mai bis September vierzehntägig oder einmal monatlich für einen „After Work“- Markt sorgen. Daraus wurde zunächst ein Prüfauftrag.

Mit den Markthändlern direkt unter den Fenstern des Rathauses hatte die Verwaltung bereits gesprochen – und war auf eher ablehnende Resonanz gestoßen. Tenor: Den zusätzlichen Aufwand können jene Marktbeschicker, die bereits den Mittwochs- und Samstags-Wochenmarkt bestücken, nicht auch noch stemmen. „Aber wir wollen auch keinesfalls eine Konkurrenz zu unserem tollen Wochenmarkt“, betont Volker Ebel. Schließlich sei der Samstagsmarkt für viele – auch auswärtige – Besucher ein fixer Bestandteil jedes Wochenendes.

Dagegen kann und soll der Genuss-Markt zu späterer Stunde mit Häppchen und Getränken ja ein ganz anderes Sortiment anbieten. „Mittwoch nachmittags ist die Innenstadt nicht sehr belebt“, hat der FDP-Chef festgestellt. Ein vierzehntägiger oder monatlicher Markt von 16/17 bis 21 Uhr könnte, glaubt Volker Ebel, vielleicht gar die Kaufleute animieren, an diesen Tagen länger zu öffnen.

Jetzt hat die Verwaltung den Auftrag, passende Markthändler für den neuen Termin zu interessieren. „Ich bin gespannt“, sagt der liberale Ratsherr. Eine komplette Sommer-Saison wird sich nach so spätem Start – wenn er denn erfolgt – wohl nicht zu „After Work“-Stunden bespielen lassen. Doch selbst mit nur zwei Markt-Terminen 2015 hätte man, mein Volker Ebel, „eine Basis fürs nächste Jahr“.