Fitnessgeräte am Heiligenhauser Panoramaradweg

Bürgermeister Dr. Jan Heinisch erklärt WAZ-Mitarbeiter Simon Klaus, wie das von der Heiligenhauser Unternehmerin Alice Thormählen gesponsorte Fitnessareal aussehen wird.
Bürgermeister Dr. Jan Heinisch erklärt WAZ-Mitarbeiter Simon Klaus, wie das von der Heiligenhauser Unternehmerin Alice Thormählen gesponsorte Fitnessareal aussehen wird.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Im Bereich des ehemaligen Isenbügeler Bahnhofs entsteht ein freier Fitnessbereich, ein sogenanntes Calisthenics-Areal. Gesponsort wird es von Alice Thormählen

Heiligenhaus..  Als der Heiligenhauser Bürgermeister Dr. Jan Heinisch vor einem Jahr mit Schülern der Realschule über mögliche Ideen für die Jugend in Heiligenhaus diskutierte, kam die Idee von einem Outdoor-Fitnessparkour auf. In den nächsten drei Wochen ist nun der Baubeginn von einem „Calisthenics“-Areal am Panoramaradweg, dessen Kosten von Unternehmerin Alice Thormählen übernommen werden.

Im Rahmen des Jugendprojektes ist Heinisch auf Wunsch von einigen Realschülern mit diesen nach Essen gefahren, um sich eine solche Freestyle-Sportanlage anzuschauen. Da es an dem Tag regnerisch war, kam ein großes kostentechnisches Problem zum Vorschein: Wenn man den Untergrund nicht mit Tartan oder sonstigem fallsicheren, aber auch wetterfestem Material auslegt, entstehen große Pfützen. Das gilt auch für Holzschnitze, die bei Nässe schwer und glitschig werden.

Dem Bürgermeister hat die Idee der Jugendlichen gefallen, er konnte sie aber trotzdem nicht realisieren: „Gerade aufgrund der baulichen Maßnahmen rund um den Untergrund wäre das Projekt zu teuer geworden. Wir müssen im Moment enorm sparen, da hätte das schon die Möglichkeiten überstiegen“, erklärt Dr. Heinisch.

Der folgende Zeitungsbericht über das Projekt weckte das Interesse von Alice Thormählen: „Ich habe gesehen, dass die Jugendlichen diesen Wunsch haben, er von der Stadt aber nicht realisiert werden kann. Ich fand das Engagement der Schüler so toll, dass ich im Rathaus angerufen und dem Bürgermeister meine finanzielle Unterstützung angeboten habe.“

„Auf diesen Anruf hin kam Fahrt in die Sache“, berichtet Heinisch. „Wir haben innerhalb von einem Jahr mit Hilfe von einem Mitarbeiter unserer EDV passende Fitnessgeräte ausgesucht, eine Ausschreibung unter verschiedenen Gartenbauunternehmen gemacht und nun daraufhin einen Auftrag an den Gewinner unserer Ausschreibung gestellt.“ „Das Projekt ist sehr gut für die Stadt, besonders natürlich für die Jugendlichen. Ich bin mir sicher, dass es großen Nutzen für Sportler haben wird.“

Alice Thormählen ist überzeugt von dem Projekt, in das sie insgesamt, für Böden und Geräte 70 000 Euro investiert: „Ich bin immer glücklich, wenn ich Jugendlichen eine Freude machen kann. Mein Leben lang habe ich hart gearbeitet und ein bisschen Geld verdient. Jetzt tue ich etwas für die Stadt, um diese zu verschönern und Sportler anzulocken“ freut sich Thormählen. „Ich habe viel Wert auf Haltbarkeit und Hochwertigkeit gelegt und bin überzeugt, dass die Geräte in Kombination mit dem Untergrund meine Erwartungen erfüllen.“ Und die der Sportler und Jugendlichen hoffentlich auch.