Filmfestival in der Heiligenhauser Dorfkirche

Heiligenhaus..  Wem der französische Humor gefällt, der sollte sich den letzten Kinoabend der „Isenbügeler Filmfestspiele“ nicht entgehen lassen: Das elegante, wunderbar abgründige Psycho-Versteckspiel „Kommissar Belamy“ mit Gerard Depardieu wird am Montag, 9. Februar, um 19 Uhr in der Dorfkirche gezeigt.

Jürgen Wolnik und Hans Schäfers, die maßgebend an der Organisation beteiligt sind, bemühten sich, „ein populäres Programm in der Dorfkirche zu platzieren“. Wo man vor einigen Jahren am Sonntagmorgen zum Gottesdienst gegangen ist, finden nämlich heute mehr als nur kirchliche Veranstaltungen statt.

Filme zeigen, die nicht jeder kennt

Vom Public Viewing während der Fußball-WM im vergangenen Jahr über Theaterstücke lokaler Talente bis hin zu klassischen Konzerten mit internationalen Künstlern – all das steht auf der Agenda der Dorfkirche, die mittlerweile dadurch auch ein Bürgerhaus ist.

Damit sich auch alle Altersstufen angesprochen fühlen, wurde das cineastische Programm gemischt: Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar gab es den von Gesamtschülern produzierten Film „Heil Heiligenhaus“, es wurde aber auch schon ein Kinderzeichentrickfilm und eine französische Komödie gezeigt. Der Staatsstreich mit Isenbügeler Lokalkolorit („The Coup“) lief ebenfalls im Rahmen der Filmwoche.

Da die evangelische Kirchengemeinde der Hauptinitiator ist, will der Förderkreis Dorfkirche Isenbügel mit dem gesellschaftlich-kirchlichen Hintergrund einen „Aha-Effekt“ erzielen. In anderen Gemeinden laufen Kinotage bereits seit längerer Zeit wunderbar. Wolnik und Schäfers wissen noch nicht, ob das Publikum in Isenbügel genauso angetan ist, aber sie haben den Versuchsballon gestartet. „Wir zeigen keine Blockbuster, wir wollen Filme präsentieren, die nicht jeder kennt“, sagt Jürgen Wolnik und schaut zuversichtlich auf den weiteren Verlauf der Unterhaltungsabende. Das Fazit bleibt noch abzuwarten.

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