Feierabendmarkt braucht noch Zeit

Feinkost mit Flair: auf der Domplatte in Gelsenkirchen-Buer ist der Feierabendmarkt bereits ein Hit.Foto:Thomas Schmidtke
Feinkost mit Flair: auf der Domplatte in Gelsenkirchen-Buer ist der Feierabendmarkt bereits ein Hit.Foto:Thomas Schmidtke
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Wirtschaftsförderer Peter Parnow sieht noch „Überzeugungsarbeit“ vor sich. Einzelhandel ist angetan. Noch wäre Heiligenhaus kreisweit konkurrenzlos.

Heiligenhaus..  Applaus gab’s aus allen Fraktionen für den Gast aus Gelsenkirchen: Dr. Siegbert Panteleit, der erfahrene Standort- und Projektentwickler konnte im Wirtschaftsförderungsausschuss für sein Anliegen begeistern – doch was wird nun eigentlich aus der mit viel Wohlwollen aufgenommenen Idee eines Feierabendmarktes in Heiligenhaus?

Soviel hat Markt-Macher Dr. Panteleit deutlich vermittelt: „Es muss von Beginn an sitzen“, wie Peter Parnow sagt. Der städtische Wirtschaftsförderer weiß nun: Man sollte keinesfalls zu klein – quasi mit einem „Versuchsballon“ nur weniger Stände – anfangen. In diesem Sinne hat der Gast des Wirtschaftsausschusses die Messlatte hoch gelegt.

An Markttagen ist die Stadt voller

„Wir wollen ein Konzept erarbeiten“, sagt Peter Parnow. Wann dieses Konzept stehen könnte, wann die passenden Markthändler gefunden sein werden – das alles steht noch in den Sternen. Es könnte längern dauern. Schließlich stehe das ebenfalls zuständige Ordnungsamt vor einem Chef-Wechsel, wenn sich nämlich Günter Blum demnächst in den Ruhestand verabschiedet. Ein Feierabendmarkt-Start noch diesen Sommer? „So schnell sicher nicht“, sagt Peter Parnow.

Dabei waren nicht nur die Signale aus dem Fachaussschuss einhellig positiv, sagt der Wirtschaftsförderer: „Auch der Einzelhandel signalisierte uns: Er ist sehr angetan.“ Die Belebung der Geschäftsstraße werde ja bereits durch den Vormittags-Wochenmarkt mittwochs und samstags deutlich. Die Stadt ist dann sichtlich voller. Das Plus der Feierabendmärkte von 16 bis 20 Uhr: Von ihnen profitierten auch die Gastronomen.

Von den „traditionellen“ Markthändlern hat die Verwaltung noch kein Meinungsbild eingeholt zum Feierabend-Termin. Siegbert Panteleit weiß aus seinen Erfahrungen, dass sie sich eher schwer tun mit dem Gourmet-Konzept, am oder an Tischen neben dem Stand Häppchen zu reichen. Der Feinkosthändler eines Feierabendmarktes muss ein wenig auch Gastronom sein. Peter Parnow verweist darauf, dass auch auf den Märkten a la Panteleit „20 Prozent normale Marktbeschicker“ dabei sind. Sie wollen erst einmal gewonnen sein für das bis zum Design der Plakate und Einkaufstaschen stringente Konzept.

„Es wird noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten sein“, ahnt Heiligenhaus’ Wirtschaftsförderer. Noch wäre die Stadt mit einem Feierabendmarkt im Kreisgebiet konkurrenzlos. Peter Parnow weiß aber auch, dass Projektentwickler Panteleit in vielen Städten unterwegs ist: „Er rührt tüchtig die Werbetrommel.“