Familien in Heiligenhaus wollen freistehende Häuser bauen

Im Neubaugebiet Panorama-Garten lassen sich Grundstücke für freistehende Häuser besonders gut vermarkten. Doppel- und Reihenhäuser sind bei den Häuslebauern weniger beliebt.
Im Neubaugebiet Panorama-Garten lassen sich Grundstücke für freistehende Häuser besonders gut vermarkten. Doppel- und Reihenhäuser sind bei den Häuslebauern weniger beliebt.
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Was wir bereits wissen
Im Baugebiet Panorama-Garten wird nachgebessert. Denn Doppelhäuser und Hausgruppen werden kaum nachgefragt.

Heiligenhaus..  Vom Acker zum Wohngebiet: Die ersten Häuser im Panorama-Garten stehen schon. Während die Grundstücke für freistehende Häuser bei den zukünftigen Eigenheimbesitzern sehr beliebt sind, lassen sich andere Teile des Neubaugebiets offenbar nicht so gut an Bauwillige bringen, wie erhofft. Deshalb wird der Bebauungsplan jetzt angepasst.

Ursprünglich waren in den Randbereichen Doppelhäuser, in den zentralen Flächen Einzelhäuser und angrenzend an den Panoramaradweg Dreierhausgruppen vorgesehen. Dieses städtebauliche Konzept kommt bei zukünftigen Häuslebauern jedoch nicht so gut an. Denn im Zuge der Vermarktung hat sich herauskristallisiert, dass die Familien im Panorama-Garten ungern Doppelhaushälften beziehen möchten. Die Grundstücke für freistehende Häuser hingegen sind überwiegend verkauft. „Die Einfamilienhausgrundstücke sind rasend schnell weggegangen“, so Harald Flügge, Technischer Beigeordneter und Geschäftsführer der vermarktenden SBEG, am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.

In der Fläche am Nordring östlich der Straße Am Panoramagarten sind jedoch nur Doppelhäuser zulässig. Deshalb sollen in diesem Bereich jetzt auf Vorschlag der Verwaltung auch Einfamilienhäuser zugelassen werden. Das befürwortete am Dienstag auch der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.

Zudem lassen sich offenbar auch die Zielvorstellungen in den südlichen Baufeldern, die an den Panoramaweg angrenzen, nicht umsetzen. Hier soll nun eine größere Gestaltungsbreite möglich werden. Das heißt, dass die in diesem Bereich vorgesehenen Hausgruppen nun nicht mehr Pflicht sind. Nach der Änderung des Bebauungsplans können hier Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und auch Mehrfamilienhäuser entstehen. Um durch den Bau der Gebäude für mehrere Parteien nicht zu viel Verkehr in das neue Wohngebiet zu ziehen, sollen nicht mehr als drei Wohnungen pro Wohnhaus zulässig sein. In den übrigen Baugebieten bleibt die Beschränkung auf zwei Wohnungen pro Haus bestehen.

Wer gerne etwas großzügiger bauen möchte, kann in Wohngebiet 1 und 3 zuschlagen. Dort sollen nun auch Haustypen mit größeren Grundrissen realisiert werden können. Um moderne Hausformen zu ermöglichen, sollen zusätzlich zu den bereits festgesetzten Pultdächern auch Zeltdächer zugelassen werden. „Wir möchten die bisher unbebauten Grundstücke flexibilisieren“, so Flügge am Dienstagabend. Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses nickten die Vorschläge der Verwaltung ab und brachten die Änderungen einstimmig auf den Weg.