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Es gibt keine Beanstandungen

12.06.2012 | 17:11 Uhr
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Es gibt keine Beanstandungen

Heiligenhaus.   Vertreter des Schulministeriums besuchten die International School. Es gab Vorwürfe von Eltern, an der Schule werde kein adäquater Unterricht mehr erteilt.

Die International School Heiligenhaus ist seit Wochen in den Negativ-Schlagzeilen. Die Miete ist die als GmbH geführte Privatschule der Stadt seit mehreren Monaten schuldig geblieben. Die Stadt kündigte wie berichtet den Mietvertrag, sperrte eines von zwei Schulgebäuden – und hat inzwischen sogar Räumungsklage erhoben.

Dennoch findet im Gebäude Am Sportfeld offensichtlich ein geregelter Unterricht der verbliebenen Restschülerschaft statt. Davon überzeugten sich in der vergangenen Woche Vertreter des Schulministeriums aus Düsseldorf. Geschäftsführerin Dr. Ursula Mock postulierte dies in einem Brief an die Elternschaft (wir berichteten).

Alles nur Beschwichtigung? Die WAZ hakte in Düsseldorf nach. Die Antwort kam gestern so knapp wie unspektakulär: „Beanstandungen gibt es nicht.“ Barbara Löcherbach, Pressesprecherin des Schulministeriums, erklärt auf weitere Nachfragen zum Prozedere: „Vertreter des Ministeriums sind mit dem Raumplan und der Stundentafel durch die International School gegangen. Der Unterricht hat in allen Klassen stattgefunden.“ Zeitweise hätten die Prüfer den Unterricht mitverfolgt, aber auch am Unterricht selbst nichts zu beanstanden gehabt.

Eine Überprüfung der örtlichen Gegebenheiten erfolge immer dann unangemeldet, erläutert Barbara Löcherbach, „wenn Eltern sich bei uns melden und Hinweise geben, dass der Unterricht nicht ordnungsgemäß stattfindet“. Dies sei jetzt bei der International School Heiligenhaus der Fall gewesen; besorgte Eltern hatten offenbar in Zweifel gezogen, dass bei reduziertem Personalstand ein tragfähiger Unterricht Am Sportfeld stattfinden würde.

Hinweise darauf, dass angestrebte Schulabschlüsse nicht erreicht werden können, habe das Schulministerium derzeit nicht, sagt Löcherbach. Es sei im Übrigen generell üblich, dass Ergänzungsschulen wie die ISH einmal jährlich dem Düsseldorfer Ministerium über ihre Entwicklung Auskunft erteilen müssen, abgesehen von den regulären Schulbesuchen.

Während der örtlichen ISH eine Zwangsräumung droht, machen sich andernorts Eltern nicht weniger Gedanken über die Zukunft ihres Schulstandortes: In Bochum betreibt Dr. Ursula Mock noch eine International School. Diese werde, so weiß der Heiligenhauser Bürgermeister, auch als GmbH geführt. Ob eine finanzielle Schieflage hier Auswirkungen auf die Bochumer ISH habe, könne er nicht sagen.

Petra Treiber

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