Erst Bescheid sagen, dann spenden

Spenden begrüßt Thomas Brüßel vom städtischen Sozialamt. Doch unkoordiniertes Spenden kann auch zur logistischen Belastung für die örtlichen Helfer werden. Die Asyl-Paten der Diakonie können Sachspenden nicht lagern, und auch Brüßel rät zur vorherigen Absprache mit ihm unter 02056 /
13 278 oder mit dem Infopunkt der Diakonie unter 02056/582 79 20. Auch Michael Noack bietet potenziellen Spendern an: „Die Leute sollen mich anrufen“.

Welchen Absprache-Weg der Spendenwillige auch wählt: Wichtig zu wissen ist, dass den Asylbewerbern per Gesetz schon ein Haushaltspaket für etwa 80 Euro zusteht und dass dezentral untergebrachte Familien vom Sozialamt mit grundlegenden Haushaltsgeräten versorgt werden, etwa in dem Umfang, wie es auch ALG-II-Empfängern zusteht, also um die 800 Euro. Finanziell ist das für Stadt und Sozialamt kein kleiner Posten. Denn seit Mitte 2013 hat sich der Zustrom an Asylbewerbern laut Brüßel verdreifacht. Heute verbringt er geschätzt 80 Prozent seiner Arbeitszeit damit, sich um die materielle Ausstattung der Asylbewerber zu kümmern.