Eine Qualifizierung für die „Gute Sache“

Das Qualifizierungsprogramm „Gute Sache“ startete jetzt mit einer Veranstaltung in der Heiligenhauser Sparkasse.
Das Qualifizierungsprogramm „Gute Sache“ startete jetzt mit einer Veranstaltung in der Heiligenhauser Sparkasse.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Projekt geht neue Wege für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und gemeinnützigen Gruppen. Vereine sind zum Mitmachen aufgerufen.

Heiligenhaus..  Gemeinnützige Organisationen fit zu machen für die erfolgreiche Kooperation mit Unternehmen, sie zu qualifizieren und ihnen neue Wege für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit aufzuzeigen, das ist das Ziel der „Guten Sache“. Zur Auftaktveranstaltung trafen sich jetzt Vertreter der Städte Heiligenhaus und Velbert mit Organisatoren und Interessierten in den Räumen der Kreissparkasse.

Nachdem Velberter Organisationen bereits 2015 an dem Qualifizierungsprogramm teilgenommen haben, sollen in diesem Jahr auch gemeinnützige Heiligenhauser Organisationen die Möglichkeit zum Mitmachen bekommen. „Viele Vereine, Wohlfahrtsverbände und andere Gruppen sind sich gar nicht klar über ihre Kompetenzen. Es geht darum, dass sie eine Ebene finden, um auf Augenhöhe mit Wirtschaftsunternehmen zu kooperieren. Die Gute Sache ist ein Förderprojekt des Landes NRW“, erzählt Timo Schönmeyer, Koordinator Ehrenamt bei der Stadt Velbert. „Es geht nicht darum, Geld zu spenden oder zu bekommen, sondern um gemeinsame soziale Projekte.“

Sein Heiligenhauser Gegenüber ist Jörg Saborni, beide sind während der Laufzeit der Qualifizierung Ansprechpartner für die Teilnehmer. Die erwartet bereits ab April ein abwechslungsreiches Programm: Drei Seminare, zwei Workshops, dazu Hausaufgaben und nach den Sommerferien der Einstieg in die konkrete Projektarbeit mit einem noch zu findenden Partner aus der Wirtschaft. „Ziel ist es, bis Dezember ein Projekt aufgesetzt zu haben“, so Schönmeyer, „ob das dann schon fertig abgewickelt ist, ist nicht so wichtig“. In Heiligenhaus wurden zwischen 50 und 60 Vereine angeschrieben, einige kamen für mehr Infos in der Sparkasse vorbei.

„Die nächste Hürde ist es, die erforderliche Teilnehmerzahl zu erreichen“, erklärt Saborni, der durch das Projekt die Chance sieht, die Vereinskultur zu stärken. Acht Organisationen werden benötigt, damit es losgehen kann, pro Organisation sollen zwei Teilnehmer mitmachen. Die Frage „Warum das Ganze?“ beantwortet André Koch-Engelmann, Projektmanager von UPJ. „Es gab kaum praktische Erfahrungen von guter Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und gemeinnützigen Gruppen. Viele Unternehmen möchten sich sozial engagieren, aber Vertreter der Schlüsselindustrie haben zum Beispiel kaum Ahnung von frühkindlicher Förderung. Wir wollen passende Partner zusammenbringen“. Von positiven Erfahrungen berichten Vertreter des SKFM und der Velberter Tafel: „Wir sind jetzt Partner statt Bittsteller“, so das erfreuliche Resümee von Stefan Hagel über die mit der Sparda-Bank organisierten Infoabende.