Kommentar

Eine Frage der Bequemlichkeit

Heiligenhaus ist nicht Düsseldorf, kann und wird es nie werden. Doch muss alles nach dem Kriterium Bequemlichkeit gehen? Wer zur Kö shoppen will, parkt gern mal weiter weg. Wer in ein Geschäft an der Hauptstraße will, ist nicht bereit, auch nur fünf Minuten Fußweg in Kauf zu nehmen? Dann lieber im Internet bestellen oder ins nächste Einkaufszentrum fahren.


Was immer man auch von Workshops halten mag, diese Form der bürgernahen Mitwirkung war zumindest eine Chance, Heiligenhaus aus dem Mief der 60er Jahre zu holen. Wer sie nicht genutzt hat, kann jetzt nicht verlangen, dass alle Ergebnisse umgestoßen werden. Die Verwaltung signalisiert Gesprächsbereitschaft, das ist ein positives Signal. Ob die Stadt den Anliegern den KAG-Höchstsatz abfordern wird, entscheiden die Ratsfraktionen. Deren Vertreter übrigens im Publikum saßen – ganz still. Was haben sie zum IG-Protest zu sagen?

Mehr lesen