Ein Tag für die Suitbertus-Schule in Heiligenhaus

Ein Tag für Deine Stadt /Schlüsselregion: Fa. Zismann und Eltern unterstützen die Suitbertus-Schüler bei der Gestaltung des Pfarrgartens hier am 19.6.2015. Foto: Heinz-Werner Rieck FUNKE Foto Services
Ein Tag für Deine Stadt /Schlüsselregion: Fa. Zismann und Eltern unterstützen die Suitbertus-Schüler bei der Gestaltung des Pfarrgartens hier am 19.6.2015. Foto: Heinz-Werner Rieck FUNKE Foto Services
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Stadtwerke und die Firma Zismann halfen mit beim Sandaustausch im alten Pfarrgarten. Eines von 60 Projekten bei der Aktion „Ein Tag für Deine Stadt“.

Heiligenhaus..  Dem Wettergott hatte mal wieder keiner Bescheid gesagt – die eifrigen Helfer ließen sich aber vom Regen nicht schrecken und traten pünktlich um neun Uhr an, um 30 Tonnen Sand im Pfarrgarten an der Suitbertus-Schule zu bewegen. Den alten, dreckigen Sand unter den Spielgeräten abtragen und neuen auffüllen, das war das Ziel bei dieser Aktion von „Ein Tag für Deine Stadt“.

Eltern und Kinder schaufelten gemeinsam, die Großen mit orangen, die Kleinen mit gelben Warnwesten. Und alle waren fleißig: „Wir gehen arbeiten“, jauchzte eine Horde Helferlein und stürzte sich auf Schubkarren und Schaufel im Mini-Format, die Eltern von Felix, Sarah, Clara, Ian und den anderen nahmen die entsprechenden großen Geräte zur Hand. „33 Eltern haben ihre Hilfe zugesagt, das finde ich hervorragend“, zeigte sich Schulleiterin Dorothea Roth begeistert.

Die 15 Tonnen neuen Sand spendierten die Stadtwerke. Die helfenden Hände, den Container zum Abtransport und das Helfer-Frühstück steuerte die Firma Zismann Druckguss bei. Patrick Kanonenberg, Auszubildender bei Zismann, hatte sich freiwillig zum Schuleinsatz gemeldet: „Das ist mal was ganz anderes als im Betrieb. Und für die Kleinen mache ich hier gerne mit!“

Zu Dritt unterstützten die „Profis“ die Eltern und Kinder und die Arbeit ging in rasantem Tempo vorwärts. „Das macht Spaß“, waren sich die Kinder einig und die Blicke ihrer Mitschüler durchaus neidisch. Und auch die Eltern trieb eine gemeinsame Motivation: „Für unsere Kinder“, so das einhellige Resümee, „machen wir das gerne“, „Meine Tochter hat gesagt, Papa, du bist so stark, du musst da mitmachen“, erzählt Eduard Zeißler. „Die wusste eher als ich, dass ich mithelfe.“ Das tut er jetzt, genau wie alle anderen. Karre um Karre wird je nach Wunsch des Schiebenden gefüllt. Erste Vermutungen, den Muskelkater betreffend, machen sich breit. Sarah hat sich auf den bereits zum dritten Mal gefüllten Container gestellt: Der abgetragene Sand wird zunächst zum Bauhof transportiert, und sie hilft, den Sand gleichmäßig zu verteilen. An ein Päuschen muss ihre Mutter sie erst erinnern.

„Ein Tag für Deine Stadt“ ist auch ein Tag für die Schule, für neue Bekannte und gemeinsames Arbeiten. „Eigentlich“, so überlegt eine Mutter, „könnte man so etwas jedes Jahr einmal machen. In diesen paar Stunden kriegt man wirklich viel geschafft.“ Die Motivation ist groß: Es kommen neue Helfer nach, einige haben sich extra den Tag freigenommen. Und gegen ein Uhr mittags ist alles geschafft – glatte drei Stunden eher als geplant. Was bleibt sind ein paar Blasen, Muskelkater, Rückenschmerzen – aber mit dem guten Gefühl, etwas geschafft zu haben.