Eigene Energiegewinnung

Um diese Sauberkeit über den ganzen Tag zu halten, werden beide Becken in vier Stunden komplett umgewälzt. Ein Hygieneinstitut überprüft monatlich das Wasser. Zwei Mal in der Woche erfolgt eine Filterrückspülung, um die Arbeit des Filters zu überprüfen. Hier ist ein Schauglas in das Wasserrohr eingebaut, um die Filterleistung zu sehen. „Es ist dann anfangs ganz schwarz“, berichtet Gerstendorf. Das Verfahren der Rückspülung erfolgt immer über den gleichen Zeitraum, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen.

30 Liter werden pro Tag pro Gast täglich ausgetauscht. „Man sieht ja, dass das Wasser am Rand abfließt, wenn man ins Wasser steigt, wenn jemand ins Wasser springt und so weiter. Das geht nicht verloren, sondern geht wieder in den Wasserkreislauf mit rein“, berichtet Dominik Gerstendorf. Hinzu kommen dafür immer wieder Haarbänder, die im Wasser verloren werden, welche aber schon vor den Umwälzpumpen durch Haar- und Fasernfänger gefiltert werden, um eine Beschädigung der Pumpen zu vermeiden.

Für das Duschwasser gibt es zudem noch eine Enthärtungsanlage. Wasser wird durch den Ionentauscher geleitet, der mit Harzkügelchen gefüllt ist. Durch die Spülung mit einer Kochsalzlösung kann der Ionentauscher regenerieren.

Im Bereich der Energiegewinnung greift das Bad auf zwei gasbetriebene Blockheizkraftwerke zurück, die durchgehend laufen und genug Energie für das ganze Schwimmbad produzieren. „Wir können sogar Strom ins System einspeisen“, berichtet Dominic Gerstendorf. Außerdem gibt es noch zwei zusätzliche Brenner.

Wer also nun weiß, wie ein Bad technisch überhaupt funktioniert und wie viel Arbeit in der Unterhaltung steckt, kann vielleicht nun besser erahnen, wieso der Eintrittspreis unterm Strich eigentlich gar nicht so teuer ist.