Dorfzwerge sind immer in Bewegung

Ein neuer Fußboden sorgt im Untergeschoss der Dorfkirche für die richtige Wohlfühlatmosphäre. Die Kinder der Dorfzwerge-Gruppen können nunungehindert spielen.
Ein neuer Fußboden sorgt im Untergeschoss der Dorfkirche für die richtige Wohlfühlatmosphäre. Die Kinder der Dorfzwerge-Gruppen können nunungehindert spielen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Isenbügeler Krabbelgruppen haben es sich im Untergeschoss der Dorfkirche nett gemacht. Ein neuer Fußboden bringt heimelige Atmosphäre.

Heiligenhaus..  Tim und Fleur sitzen auf dem Boden und drücken abwechselnd auf die bunten Knöpfe – ein fröhliches „Tuutuut“ kommt aus dem Plastikspielzeug. Jessia Uhlig spielt mit Tom, Lias und Mika derweil mit einem Stoffball, während sich am Tisch die anderen Mütter in gemütlicher Runde austauschen. „Bei den Dorfzwergen ist immer was los“, sagt Tanja Lingelbach, die eine der Isenbügeler Krabbelgruppen leitet, lachend.

Im Untergeschoss der Dorfkirche Isenbügel haben die insgesamt drei Dorfzwerge-Gruppen seit mehreren Jahren schon ihren festen Platz. Mütter und ihre Kinder im Alter von einem halben Jahr bis zum Kindergarteneintritt treffen sich hier dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils um halb zehn Uhr, um für zwei Stunden gemeinsam zu singen, zu spielen und auch die eine oder andere Anregung für daheim mitzunehmen oder bei Erziehungsproblemen zu helfen.

Bislang war der Raum recht funktional und wirkte durch den Betonboden, der zum Krabbeln für die Kinder mit einigen Teppichen ausgestattet war, doch recht kühl. Bis Anfang November der neue und wesentlich komfortablere Korkboden kam.

Finanzierung über Spenden

Der Boden musste glücklicherweise nur vom Materialwert her bezahlt werden. Lingelbach: „Das Verlegen war eine Spende.“ Zuvor hatten die Mütter und Väter die Wände frisch gestrichen und das Mobiliar wieder flott gemacht. Einige Schränke und Regale hatten im Laufe der Zeit doch einige Gebrauchsspuren abbekommen – auch ein gutes Zeichen, dass in den Gruppen immer viel in Bewegung ist. „Die Spielsachen haben wir ebenfalls durchforstet und einiges ersetzt. Wenn die Kinder aus den Gruppen herausgewachsen sind, profitieren wir oft von den Spielzeugspenden der Isenbügeler, seien es nun Bücher oder Zelte oder eine Spielküche“, erzählt die 33-Jährige, die als Übungsleiterin bei der SSVg schon Erfahrungen gesammelt hatte, bevor sie eine der Dorfzwerge-Gruppen übernahm.

„Die Dorfzwerge sind wie eine kleine, feine Kontaktbörse“, findet Lingelbach. Als die dreifache Mutter 2010 mit ihrer Familie nach Isenbügel zog, war die Gruppe ein Anlaufpunkt: „Ich hab’s ausprobiert und bin geblieben.“ Inzwischen haben sich feste Freundschaften gebildet, nehmen die Dorfzwerge am Martinszug teil und haben einen eigenen Stand auf dem Nikolausmarkt – dessen Einnahmen aus 2013 im Übrigen für den neuen Fußbodenbelag verwendet werden konnten.