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Die Tassen im Schrank

25.04.2007 | 16:05 Uhr

Heiligenhauser Trinkwasser war nie ein Thema

Rund 130 Mio Euro werde das Teilstück der A 44 kosten, sagte Planer Berthold Schmeing im Fachausschuss. Vorgesehen seien zehn Bauwerke, davon seien sieben Brücken, sowie der Anschluss der L 156 (Ratinger Straße). Einen konkreten Baubeginn nannte er nicht: "Vom Grundsatz her ist mit dem Planfestellungsbeschluss Baurecht gegeben. Wir werden natürlich erst mal abwarten, was mit dem Verfahren ist. Wir sind darauf eingerichtet, 2008 tätig zu werden."

Vor allem im Nonnenbruch und im "Werkerwäldchen" seien Anwohner von der veränderten Planung massiv betroffen, führte Angelika Binkowski-Nimmert von der Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine ins Feld. Vorher sei die Autobahnzuzfahrt hinter dem "Grünen Jäger" gewesen, nun liegte sie davor. "Wenn ein Lkw da auffährt, dann fallen bei denen die Tassen aus dem Schrank." Schmeing entgegnete: "Ich denke nicht, dass bei denen die Tassen aus dem Schrank fallen." Die aktuelle Planung sei technisch und verkehrstechnisch richtig, die betroffenen Anwohner seien nicht schlechter gestellt als vorher, für einzelne Häuser sei passiver Lärmschutz möglich.

Die Ratinger Ängste ums Wasser brachte Christa Reißner vom BUND ins Gespräch. "Unsere Gutachter sagen: Ja, die Pläne sind unbedenklich", entgegnete Schmeing. Etwas überrascht wurde er durch die Frage nach dem Heiligenhauser Trinkwasser: "Die Trinkwassergewinnung von Heiligenhaus war im gesamten Verfahren kein Thema. Mir sind dazu keine Einwendungen von der Stadt oder den Stadtwerken bekannt." Was Bürgermeister Dr. Heinisch erläuterte. "Selbst wenn man unterstellt, dass die Wasserzone bis zum Golfplatz reicht, wäre die Autobahn damit noch bei weitem nicht erreicht."

Große Hoffnungen hatte zuvor der Technische Beigeordnete Harald Flügge mit dem Lückenschluss der A 44 zwischen Ratingen und Velbert verbunden. "Es tut dem Standort Heiligenhaus gut. Der Emissionsschutz konnnte im Planfeststellungsverfahren verbessert werden. Der aktive Lärmschutz ist auf der gesamten Trasse um einen Meter erhöht worden." mn

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