Die meisten Kunden sind gerne variabel in der Nudelwahl

„Es gibt viele Kunden, die immer wieder kommen und eine spezielle Sorte immer wieder essen, das ist schon interessant zu beobachten“, erzählt Carmen Golizia. Manch einer hängt so an seiner Spaghetti, dass er sie sich zu jedem Gericht wünscht, auch wenn eine andere Sorte empfohlen wird.

Aber man könne nicht sagen, dass die Heiligenhauser alle auf die gleiche Nudelsorte stehen, es kristallisiere sich keine Nudelart als die Heiligenhauser Lieblingssorte heraus. „Es wird alles gleich gerne gegessen. Kunden probieren auch immer was Neues aus, nehmen nicht nur die Spaghetti. Wir beraten aber auch, welche Sorte zu welchem Gericht passt“, ergänzt Valentina Golizia. „Vor allem auch bei den Außerhausbestellungen, da wird schon gefragt, wie viel Nudeln man braucht für ein Essen. Wir nehmen auch ganz individuelle Bestellungen entgegen, zu Feiern beispielsweise“, ergänzt Valentina Golizia.

So unterschiedlich die Gerichte, so unterschiedlich ist nämlich die Nudel. Zu den Tintenfischspaghetti passt natürlich ein Fischgericht, Miesmuscheln zum Beispiel. Die Campanelle, die übersetzt Glöckchen heißen durch ihre gedrehte Form, passen gut zu Gulasch, also kräftigen Soßen. Macaroni passen immer gut zu Käse.

Als Saisonangebot gibt es Trüffelcaserecce, „mit frischem Trüffel, da braucht man dann nicht mehr viel zu“, schwärmt Giuseppe Golizia, während Tochter Vanessa und Mutter Carmen weiter fleißig die Spaghetti der Länge nach abschneiden und zusammenrollen. „Mama, jetzt sind die Spaghetti aber lang geworden“, lacht Vanessa Golizia. Macht nichts, denn bei liebevoll handgemachter Ware darf es auch mal nicht ganz so perfekt sein.