Die etwas andere Patientenverfügung

In diesem Semester hat die Volkshochschule Velbert / Heiligenhaus wieder eine Kooperation mit der Universität Witten / Herdecke. Mehrere Seminare und Veranstaltungen werden angeboten – so auch am kommenden Dienstag, 14. April. Dann wird Prof. Dr. Angelika Zegelin, Universität Witten / Herdecke, Department für Pflegewissenschaft, einen Vortrag zu einer ganz „besonderen“ Patientenverfügung halten.

Mit vorhandenen Vordrucken für Patientenverfügungen wird zu wenig auf die tatsächliche Lebenssituation eingegangen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft werden auch immer mehr pflegebedürftige Menschen leben. Angelika Zegelin stellt deshalb eine Patientenverfügung einer etwas anderen Art vor. „Übliche Patientenverfügungen gehen davon aus, dass jemand kurz vor seinem Tod plötzlich handlungsunfähig wird beziehungsweise ist und seine letzten Tage auf der Intensivstation verbringt. Das ist eher unrealistisch“, sagt die Pflege-Expertin. „Häufig ist es jedoch so, dass aus Zeiten der Pflegebedürftigkeit heraus akute Phasen eine Handlungsbedürftigkeit einfordern.“

In ihrer ganz „persönlichen“ Patientenverfügung geht es weniger um rechtliche Absicherungen des medizinischen Personals als um persönliche Anliegen schwerst kranker Pflegebedürftiger. Angelika Zegelin zeigt in ihrem Vortrag Möglichkeiten und Wege auf, eine Pflegesituation menschlich zu gestalten.

Der Kurs beginnt am Dienstag, 14. April, um 18.30 (bis 20 Uhr) im Heiligenhauser VHS-Haus, Südring 159, Raum 15. Die Kursgebühr beträgt acht Euro.