Der Sturm nach dem „Sturmfrei“

Elternfreie Zeit ist der Traum jeden Teenies, aber man sehnt sich nach zwei Wochen dann doch nach richtigen Mahlzeiten und jemandem, der das Auto volltankt.

Ich freue mich natürlich auch auf meine Erziehungsberechtigten und so quäle ich mich trotz der Grillparty am Vorabend aus dem Bett und räume den ganzen Tag die „sturmfreie Bude“ auf, sauge und wische. „So eine Tochter muss man haben!“, denke ich – Irrtum!

Kaum fünf Minuten, nachdem meine Lieben zuhause sind, geht das Donnerwetter los. Warum die Wäsche nicht aufgehangen, die Spülmaschine nicht ausgeräumt, der Tisch nicht richtig gewischt wäre. Um den Super-GAU zu verhindern, kann ich gerade noch ein „Mein Zimmer lieber nicht betreten!“, hinterher rufen, während meine Mutter schon an den Vorhängen herumzupft und nervös in den Mülleimer guckt. Aus dem Arbeitszimmer ruft mein Vater: „Wer hat hier was am Computer verstellt?“ und ich kriege nur ein gequältes Lächeln zustande. „Schön, dass ihr wieder da seid!“ mba