Der ganz besondere Saft

Bluttransfusionen sind ein wichtiger Bestandteil von lebensrettenden Maßnahmen. Alle Blutbestandteile werden verwendet.

Als Erythrozyten werden die roten Blutkörperchen bezeichnet. Sie transportieren den Sauerstoff im Blutkreislauf. Ein erwachsener Mensch hat ungefähr 25 Billionen Erythrozyten im Körper. Sie leben rund 120 Tage, bis neue Blutkörperchen gebildet werden. Bei Blutarmut oder Blutverlust nach einem Unfall oder einer Operation kommen sie zum Einsatz. Thrombozyten sind die Blutplättchen: lebenswichtig für die Blutgerinnung. Sie werden meist bei Leukämiekranken eingesetzt oder während einer Chemotherapie. Das Blutplasma bezeichnet die eigentliche Blutflüssigkeit. Es enthält zahlreiche Nährstoffe und wird alle sechs Stunden ersetzt. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) machen für den Organismus unverträgliche Stoffe und Krankheitserreger unschädlich. Antikörper (Immunoglobuline) werden auf so genannte Antigene gebildet, um das Immunsystem zu stützen. Es gibt vier verschiedene Blutgruppen A, B, AB und 0, die jeweils in die Rhesusfaktoren „positiv“ und „negativ“ eingeteilt werden. Bei einer falschen Bluttransfusion (falsche Kombination von Antigenen und Antikörpern) verklumpen die Erythrozyten. Das ist tödlich. Die Blutgruppe 0 besitzt keine Antigene und kann für alle Blutgruppen gespendet werden. Die Blutgruppe AB besitzt keine Antikörper und kann von jeder Blutgruppe Spenden erhalten.