Das Zoppenmetz ist sehr beliebt

Ähnlich wie dieses Messer ist das beliebte Zoppenmetz, die Klinge ist nur noch mehr gebogen.
Ähnlich wie dieses Messer ist das beliebte Zoppenmetz, die Klinge ist nur noch mehr gebogen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das kleine Wörterbuch in Zusammenarbeit mit vielen Lesern entsteht. Viele nennen das Messer zum Kartoffelschneiden.

Heiligenhaus..  Viele schöne Wörter im Heljenser Platt haben Sie, liebe Leser, uns schon genannt. Unser kleines Heljenser Wörterbuch entsteht nach und nach, heute folgt der zweite Teil.

Jömmes: Wo der Ruhrgebietler von ömmes spricht, sagt der Heiligenhauser jömmes – jemand.


Zoppen: Ein vielsagendes Verb. Es bezeichnet die Handlung, Gebäck in den Kaffee zu tauchen. Kommt auch in einer Variante vor, die moderne Menschen eher ans Fernsehprogramm denken lässt: zappen. Jömmes und zoppen hat Doris Burat eingereicht.


Zoppenmetz. Das ans zoppen angehängte metz bewirkt einen großen Unterschied: Hier geht es nicht mehr um Kaffee, sondern um Kartoffeln. Das Zoppenmetz ist nämlich genau das Küchenmesser, mit dem sie geschält werden. Zahlreicher Leser haben es der Redaktion genannt.Michaela Hinzen schreibt noch eine nette Anekdote dazu: „Das Wort hat es sogar bis Radio Luxemburg geschafft. Dort gab es mal eine Sendung, in der zwei Städte gegen einander angetreten sind. Unter anderem sollte ein Wort aus der jeweiligen Mundart vom gegnerischen Team erraten werden. Heljens ist damals mit dem Küchenmesser angetreten. Aus dem Spiel stammen glaube ich noch ein paar Blumenzwiebeln am Höseler Platz.“

Päds: die Pferde; päd ist das einzelne Pferd. Die tierische Zusammenstellung ist Doris Burat zu verdanken.


Hönner: Mit diesem Wort gackern die Hühner.

Höng: Heißen die Hunde; ein Hund ist der Hongt.


Kat: die Katze. Der Plural lautet katten.


Schop: das Schaf. Ihm verdankt der Schopshofer Weg seinen Namen: Früher war dort ein Schopshof gelegen; ein Bauernhof mit Schafen. Heute ist hier jedoch keins mehr zu finden.


Isen: Vorne fehlt nur das E zum Eisen. Passend zum Metall schickt Leser Rainer Köster aus Velbert einen Ausdruck ein, der auch in Heiligenhaus zu Hause ist: „wie op ka-ul Isen kloppen“ bedeutet wörtlich: wie auf kaltes Eisen schlagen. Im übertragenen Sinn: hart zur Sache gehen.


Kopper: Das pf des Hochdeutschen Kupfer wird hier zum pp.

Sault; dat Sault nit em Pott verdennen: Ein weiterer Spruch aus der Zuschrift von Köster. Wörtlich genommen, bedeutet der Spruch: das Salz nicht im Topf verdünnen; übertragen bedeutet er, sehr wenig Lohn zu bekommen – eben so wenig, dass man sich davon nicht genug Salz für würzige Speisen leisten kann.


Raderkastendoll: außer Rand und Band bezeichnet dieses Wort.


Mismäuskes: Weidenkätzchen. Wobei mäuskes auch ein verniedlichender Ausdruck für Mädchen ist.


Presskütz: Abfall, der beim Pressen entsteht. Dieser und die folgenden Begriffe aus der Schloss- und Beschlägeindustrie sind verzeichnet in Band 5 des Cis Hilinciweg.