Das neue Heiligenhaus

Nein, Heiligenhaus sei so konkret nicht gemeint, versicherte jedenfalls der Flächenpool-Verantwortliche: Aber es gebe ja in vielen Städten ähnliche Situationen. Da haben sich irgendwann die Fronten derart verhärtet zwischen der Verwaltung und einem Grundstücks-Eigentümer (oft früheren Firmeninhaber), dass nichts mehr geht.


Aber eine ausgelaugte Industriebrache oder die unschöne Hof-Lage eines abgelebten Wohnblocks „neu zu denken“ – dafür kann der Blick von außen nur hilfreich sein. Die Projektleiterin des Flächenpools tritt als neutrale Mittlerin auf.


Sie verhilft den Eigentümern zu einer ertragreicheren Nutzung ihrer Flächen (ob bebaut oder nicht). Und der Stadt als Ganzes zu mehr Attraktivität – sei es für Wohnen oder für neues Gewerbe.


Das Abstecken der gemeinsamen Ziele am Mittwoch im Rathaus dürfte durchaus die Erwartungen in die Höhe schrauben: Gibt’s in drei, vier Jahren ein „neues“ Heiligenhaus? Da dämpften Beigeordneter und „Bahnflächenentwickler“ dann doch etwas: In vier Jahren sei die Zukunft der drei strategisch wichtigen Flächen „aufs Gleis gesetzt“.


Bis dort überall schmucke Neu- oder kernsanierte Altbauten stehen, kann’s aber noch länger dauern. Schließlich plant der Flächenpool auch für bestehende Betriebe. 1000 „Fußballfelder“, sprich Hektar, nimmt er derzeit NRW-weit unter seine Fittiche. Heiligenhaus ist mit sechs „Spielfeldern“ dabei.