Breakdance ist sein Leben

Felix Küpper ist ein hoffnungsvoller Nachwuchstänzer in der Stilrichtung Breakdance.
Felix Küpper ist ein hoffnungsvoller Nachwuchstänzer in der Stilrichtung Breakdance.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der 15-jährige Felix Küpper tanzt seit vier Jahren Breakdance. Neben den akrobatischen Bewegungen schneidet er selbst die Musik für seine Auftritte.

„Tanzen ist meine Leidenschaft. Mein ganzer Tagesablauf richtet sich danach.“ Während er redet, gestikuliert Felix Küpper mit seinen Händen, erzählt seine Geschichte mit deren Hilfe: „Manchmal stehe ich an der Bushaltestelle, Musik im Ohr und da muss ich direkt ein paar Bewegungen dazu machen.“ Dass ihn dort jemand beobachten könnte, stört ihn nicht. „Sollen andere doch reden. So bin ich eben.“

Durch Zufall zum Tanzen

Mit seinen 15 Jahren wirkt der Schüler bereits erstaunlich selbstbewusst und offen. Seit vier Jahren tanzt er Breakdance, probt zuhause täglich. Zum Tanzen ist er allerdings durch einen Zufall gekommen: „Ich habe mich nicht direkt dafür interessiert, aber bewegt habe ich mich schon immer gerne“, so Felix, der zur Zeit die städtische Gesamtschule besucht. „Meiner Lehrerin auf der Realschule ist aufgefallen, dass ich immer in Bewegung bin und riet mir, daraus etwas zu machen.“

Ständig im Training

Anfänglich trainierte Felix in Hattingen. Seit eineinhalb Jahren fährt er einmal die Woche nach Bochum, um dort bei einem festen Training in der Tanzschule „Stylez Unlimited“ Neues zu lernen und sich selbst zu verbessern. Bei den Schultanzwochen in der Gesamtschule entdeckte ihn einer der Tanzlehrer. Für den 15-Jährigen eröffnete sich eine neue Möglichkeit: Der Tänzer lud ihn zum Training nach Düsseldorf ein. „Ich geh immer hin, wenn ich Lust habe. Die Leute, die dort tanzen, haben jahrelange Erfahrung und sind richtig gut“, schwärmt Felix von seinen Eindrücken, die er dort bereits sammeln konnte.

Erfahrung und Übung sind beim Breakdance überaus wichtig. An manchen Tricks feilt der Schüler bereits seit einem halben Jahr. Ans Aufgeben denkt er trotzdem nicht: „Wenn man nicht bereit ist, einen blauen Fleck zu riskieren, schafft man auch nichts Neues. Natürlich ist Leichtsinn auch nicht richtig. Ich versuche, einen guten Mittelweg zu finden.“

Mittlerweile zahlen sich sein Ehrgeiz und sein Fleiß aus. Auf einige Auftritte kann Felix bereits zurückblicken. Einen seiner größten Momente erlebte er im letzten Jahr. „Ich bin zusammen mit der Gruppe ‘Tape Five’ in der Philharmonie Essen aufgetreten“, erinnert sich der Langenberger. „Dafür habe ich Charleston gelernt und andere spannende Dinge erlebt.“

Während Felix in der Gruppe häufig einstudierte Choreografien mittanzt, pflegt er bei Solo-Auftritten eine andere Vorliebe: Freestyle. „Ich habe das Gefühl, dass es besser ist, wenn ich frei tanze.“ Eine bestimmte Abfolge von Schritten oder Akrobatik legt er sich in diesem Fall nicht zurrecht, dafür achtet er verstärkt auf die Hintergrundmusik. „Ich schneide mir die Titel, die mir gefallen, zuhause zusammen und tanze dann intuitiv dazu.“ So auch in Heiligenhaus, wo er im Sommer einen Auftritt beim Open Air Kino hingelegt hat und das ganze Publikum begeisterte.

Eigenen Stil finden

In der Zukunft möchte Felix Küpper sich einen Namen in der Szene machen. „Ich will auf jeden Fall neue Skills erlernen, meinen eigenen Stil finden“, erzählt er motiviert. Zu seinem Beruf soll das Tanzen allerdings nicht ausgebaut werden, zunächst sei das Abitur an der Reihe und danach, „möchte ich Mediengestalter werden, etwas Kreatives machen.“ Auch auf diesem Gebiet sammelt der aktive Schüler bereits Erfahrung. Seine Tricks filmt er, schneidet sie zusammen und stellt sie dann ins Internet.