Brandschutz am Klinikum Niederberg wird erneuert

Trotz des beschlossenen Neubaus müssen noch einmal 800 000 Euro in den Brandschutz investiert werden.
Trotz des beschlossenen Neubaus müssen noch einmal 800 000 Euro in den Brandschutz investiert werden.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zwar haben die Heiligenhauser und Velberter Räte einen Klinikumsneubau beschlossen, dennoch muss in das Objekt noch mal ordentlich Geld gesteckt werden: Zum Brandschutz.

Heiligenhaus..  Der Neubau des Klinikums Niederberg ist gerade beschlossen worden, da sorgt ein weiteres Thema für Diskussionsstoff: Trotz dieser Entscheidung müssen noch einmal 800 000 Euro in das Krankenhaus investiert werden für Brandschutzmaßnahmen. Denn sonst ist der Betrieb gefährdet.

Erleichtert äußern sich Klinikumsmitarbeiter und auch WAZ-Leser über den Beschluss der Velberter und Heiligenhauser Räte für den Neubau des Klinikums. Damit folgten die Trägerkommunen der Beschlussempfehlung der Gesellschafterversammlung (die WAZ berichtete). Irritiert sind einige Leser aber nun dennoch, dass trotzdem noch einmal eine immense Summe in das bestehende Klinikum investiert werden muss. „Aber es geht nicht anders“, fasst es Michael Beck, Kämmerer der Stadt Heiligenhaus, zusammen.

Denn es gibt gravierende Mängel in diesem Bereich: „Um den laufenden Betrieb sicherzustellen, müssen wir jetzt hier handeln. Denn ansonsten könnte die Bauaufsicht im schlimmsten Fall den Betrieb einstellen“, erklärt Michael Beck. Seit dem Brand im Düsseldorfer Flughafen seien die Behörden hier besonders vorsichtig geworden.

Es sind Auflagen, die dem Klinikum auferlegt werden und die für eine Aufrechterhaltung des Betriebs erfüllt werden müssen. „Wir werden natürlich auch sorgfältig prüfen, welche Anlagen wir wo und wie in Betrieb nehmen. Denn es gibt ja auch Möglichkeiten, diese für den Neubau weiter zu verwenden. Wo es nicht möglich ist, müssen wir halt besonders prüfen, welche Investitionen nötig sind. Wir brauchen hier einen Brandschutz mit Augenmaß“, so Beck mit berufsbedingtem Blick auf die Finanzen weiter.

Denn wann ein fertiges, neugebautes Klinikum am Ende stehen wird, das ist derzeit noch völlig unplanbar. „Vielleicht in vier, fünf Jahren“, schätzt Beck, aber „wir müssen den Betrieb über die gesamte Dauer gewährleisten.“ Nun komme es ja auch erst einmal zu dem von den Räten beschlossenen Verfahren des strukturierten Bieterverfahrens, welcher Investor also den Zuschuss erhält, ist noch völlig unklar.

Die Kritiken bezüglich der zeitgleichen Verabschiedung des Nachtragshaushalts und der Entscheidung bezüglich des Neubaus halt er für nicht tragbar. „Wir mussten die Weichen für die Zukunft des Klinikums jetzt stellen. Die Möglichkeit der Finanzierung wird dann geprüft, wenn das Bieterverfahren einen Investor gefunden hat“, erklärt Beck. Bis dahin jedenfalls ist der Betrieb durch die jetzt nötige Investition in den Brandschutz gesichert.