Auktionen
05.02.2012 | 12:41 Uhr 2012-02-05T12:41:00+0100Der Brief hatte Peter gerade noch gefehlt. Eine Anwaltskanzlei behauptete, Peter sei mit seinen Gebühren bei einem Online-Auktionshaus im Rückstand. Richtig, Peter hatte sich dort vor Jahren angemeldet. Aber mehr als ein gebrauchtes Fahrrad und einige Bücher hat er nicht vertickt. Trotzdem sollte er jetzt mit über tausend Euro in der Kreide stehen – ganzen 173 Auktionen sei Dank.
Peter schaute genauer hin. Name und Adresse waren richtig. Aber Nutzername, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse und Handynummer stimmten nicht. „Oh, wieder ein Trittbrettfahrer“, sagte die überraschend freundliche Dame am Anwaltstelefon. „Da hat jemand Ihre Daten aus dem Telefonbuch abgeschrieben. Seien Sie froh, dass der keine Markenware verscherbelt hat.“
Die Akte gegen Peter sollte sofort geschlossen werden. Und tatsächlich tat sich was: Schon wenige Stunden später war sein „Zweit“-Konto gesperrt. Peter hofft nur, dass dies die letzte Post vom Anwalt war.
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