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Kommunalpolitik

Aufwärmtraining der Wahlkämpfer

10.06.2009 | 19:22 Uhr
Aufwärmtraining der Wahlkämpfer

Europa, Kommune, Bundestag – im Super-Wahljahr 2009 kann man schon mal den Überblick verlieren. Wer kandidiert hier für welche Partei? Wofür stehen diese Menschen eigentlich? Der Heiligenhauser Jugendrat hatte sie eingeladen, die Ratskandidaten (und einen Vertreter der WAHL).

Die Schülersprecher der Realschule und des IKG organisierten die Podiumsdiskussion in der Aula, um Licht ins kommunalpolitische Dunkel vieler Schüler-Köpfe zu bringen.

Knapp 400 Zehnt- und Elftklässler der weiterführenden Schulen vor Ort saßen am Mittwoch im Plenum. Vorn auf der Bühne, quasi im Boxring, saßen Reinhard Schulze Neuhoff (FDP), Dr. Willm Rolf Meyer (SPD), Titelverteidiger Dr. Jan Heinisch (CDU) und Sebastian Lehnhoff (WAHL). In der Rolle des Ringrichters: Oberstudienrat Dirk Wirtz, Lehrer der Sozialwissenschaft. Die erste Runde: ein Aufwärmtraining – jeder Kandidat stellte seine persönlichen und politischen Ziele vor. Dann ein Haken aus der Mitte: Wirtz bohrte nach, forderte Stellungnahmen zu jugendrelevanten Themen ein. So richtig zugeschlagen wurde aber nicht. Auch die Schüler hatten ihre Boxhandschuhe zu Hause gelassen.

Zunächst noch recht zögerlich stellten sie ihre Fragen. Die (fehlenden) Freizeitangebote in Heiligenhaus waren ein Thema, das die Zehnt- und Elftklässler besonders interessierte. Das zu ändern, schreiben sich die Kandidaten auf die Jungwähler-Wahlkampf-Fahnen. Einen Teilerfolg hat der Stadtrat gerade verbucht: Für Clubbing-Fans gibt's jetzt an den Wochenenden und vor Feiertagen zusätzliche Fahrten zum S-Bahnhof Hösel – dafür gab's von den Schülern reichlich Applaus. Aber auch weitere Nachfragen: „Wie sieht es mit Busverbindungen in Richtung Nonnenbruch aus?” Ein schwieriges Thema: Für den Linienverkehr ist die Straße einfach zu schmal.

Dass sich Jugendliche durchaus für die Entwicklung ihrer Stadt interessieren, bewiesen Fragen zu Leerständen auf dem Obi-Gelände und in der Ludgerusgalerie: „Warum kommt da nichts Neues rein?”  Als wenn Politik so einfach wär': Beide Flächen sind in privater Hand – da kann man nichts machen.

Als wenn Politik so einfach wär'

Ob die Podiumsdiskussion am Ende dazu beigetragen hat, dass die Jungwähler ihr Kommunalwahl-Kreuzchen machen? „Ich wusste gar nicht, dass man da schon mit 16 wählen darf” – mehr als einmal hörte man diesen Satz aus Schülermund am Mittwoch auf dem Aula-Flur.

„Die Schüler wissen gar nicht, wie gut sie es haben, in einer Demokratie zu leben”, findet Britta Berschick, die Schulleiterin des IKG. Auch deshalb habe sie diese Veranstaltung begrüßt, „bei der es nicht um parteipolitische Eitelkeiten geht”. Sondern vielmehr darum, dass die Schüler Kant beim Wort nehmen: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!”

Sabine Kreimeier und Kirsten Gnoth

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10.06.2009
23:07
Aufwärmtraining der Wahlkämpfer
von Patrick Rüger | #2

unfassbar! Der Text ist voller Fehler! Ratskandidaten? Also ich meine es waren Bürgermeisterkandidaten? Schülersprecher? Was hatten die denn damit zu tun? Desweiteren finde ich es dumm, dass die WAZ meine Freundinnen (wir sind außerdem auch in einer 9ten Klasse) aus der Podiumsdiskussion geholt haben, um diese zu befragen. Mitten in der Veranstaltung!
Es ist einfach unfassbar, villt. hat es ja was an den personellen Veränderungen zu tun?

10.06.2009
22:15
Aufwärmtraining der Wahlkämpfer
von Pressekritiker | #1

Gut das die Podiumsdiskussion vom Jugendrat und vom Schülervertreter der Fachschaft Sozialwissenschaften des IKG organisiert wurde und nicht von den Schülersprechern. Die WAZ sollte mal besser recherchieren und vor allem vorher überlegen, was sie schreibt.

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