Allen Heiligenhauser Kids Kultur ermöglichen

Ausstellungseröffnung zum Thema zwei Jahre Kulturrucksack: Die Werke der letzten zwei Jahre werden nun auf den Gängen des Jugendamtes präsentiert.
Ausstellungseröffnung zum Thema zwei Jahre Kulturrucksack: Die Werke der letzten zwei Jahre werden nun auf den Gängen des Jugendamtes präsentiert.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Warum es für Kinder und Jugendliche so wichtig ist, sich mal an Kultur heranzuwagen, darauf soll eine Ausstellung auf den Gängen des Jugendamts aufmerksam machen.

Heiligenhaus..  „Wir wollen mehr Jugendlichen die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen ermöglichen und den Einstieg so flach wie möglich halten.“ Nina Stark und Heike Mühlenstedt-Felix sind sich einig: Der Kulturrucksack bringt nicht nur die Städte Velbert und Heiligenhaus näher, sondern auch Kinder aus dieser Region, die sonst nichts miteinander zu tun haben.

Der Film dauert knappe vier Minuten, der am Dienstagnachmittag im Flur des Heiligenhauser Jugendamts gezeigt wird. Jugenddezernent Michael Beck ist ganz begeistert von dem, was ihm da präsentiert wird: Heiligenhauser und Velberter Kids sind da zu sehen, die durch Neviges und die Oberilp ziehen und ein eigenes Musikvideo produziert haben. Wie die Großen rappen sie in die Kamera, spielen mit eben dieser und zeigen sich von ihrer coolen Seite. Aber mit Texten, die zum Nachdenken anregen sollen, und dies vor allem Jugendliche in ihrer Altersklasse.

Die Arbeit des Musikvideos, das im letzten Jahr bei einem Projekt des Kulturrucksacks NRW entstanden ist, hat sich ausgezahlt, sind sich alle Anwesenden einig: „Die Kinder haben mit Hilfe der Rap School NRW selber den Text geschrieben und selber gerappt“, berichtet Heike Mühlenstedt-Felix von der Stadt Velbert auch ganz stolz.

Als Kooperation ist es entstanden zwischen dem Jugendzentrum Neviges und dem Spielhaus Oberilp – zwei völlig verschiedenen Institutionen, wie die Verantwortlichen berichten. „Wir wollten, dass die Kinder mal über ihren Tellerrand gucken“, erklärt Nina Stark, die für die Heiligenhauser Seite verantwortlich ist für den Kulturrucksack. Dass es solche Veranstaltungen überhaupt gibt, findet Nina Stark klasse: „Sie spricht ganz unterschiedliche Jugendliche an. Die, die sonst überhaupt nicht mit dem Thema Kultur in Verbindung kommen, aber auch die, die sich schon gezielt für solche Sachen interessieren.“

Denn bei den Workshops lernen die Jugendlichen jede Menge. Zum Beispiel von Thomas Pischke, der sich in der Jugendarbeit engagiert. „Es ist toll zu sehen, wie schnell man die Kids begeistern kann, wenn sie zum ersten Mal sprayen dürfen und feststellen, wie das alles eigentlich so funktioniert.“

Viele Werke sind beim Kulturrucksack entstanden. Impressionen, wie diese zustande kamen, sind nun drei Wochen lang in den Gängen des Jugendamts im Rathausneubau zu sehen. Sehen kann man im Internet, welche Veranstaltungen dieses Jahr noch anstehen, auch eine weitere Musikvideoproduktion. Oder Trickfilm. Was dabei rauskommen kann, wurde auch gezeigt: Eine von den Kindern selbst erdachte Version von Romeo und Julia, bei der am Ende alle gegen die Dinosaurier kämpfen. Da haben die Kids schon das Wichtigste gelernt: Künstlerfreiheit eben.