Ära der Piepser ging für die Feuerwehrleute zu Ende

Heiligenhaus..  Ein Smartphone hat heutzutage jeder dabei. Jedes Feuerwehrmitglied trägt noch ein anderes Gerät am Gürtel: Am vergangenen Freitag tauschten die Heiligenhauser Wehrleute ihre alten „Piepser“ gegen neue – eine Ära ging damit zu Ende.

Die technische Entwicklung macht eben auch vor der Feuerwehr nicht halt: Seit über 35 Jahren wurden die Heiligenhauser Einsatzkräfte mit analogen Funkmeldeempfängern alarmiert, damit ist jetzt Schluss. Rund 36 000 Euro investierte die Feuerwehr in neue, digitale Empfänger. „Angefangen hat alles mit Telefonketten und Sirenen, in den 1980er Jahren kamen die ersten Funkmeldeempfänger“, berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Nils Vollmar. Bis vor kurzer Zeit piepste bei einem Alarm der Meldeempfänger, anschließend erfolgte über Sprechfunk eine Durchsage mit Einsatzort und Einsatzart.

Die neuen Meldeempfänger und die digitale Alarmierung haben nicht nur für die Heiligenhauser Wehr große Vorteile: Das moderne Alarmierungssystem der Leitstelle arbeitet schneller als das rund 40 Jahre alte, analoge System. Der Sprechfunk-Kanal wird entlastet, da zur Alarmierung nun eine separate Frequenz genutzt wird. Die Einsatzkräfte bekommen nun eine Nachricht auf ihr Gerät geschickt, ähnlich einer SMS.

90 neue Meldeempfänger gab die Feuerwehr aus. Der Kauf war dringend notwendig: Spätestens zum Jahresende 2015 wird die analoge Alarmierung abgeschaltet; die Feuerwehr wäre ohne die neuen Geräte nicht mehr erreichbar gewesen.