Abenteuer Busfahrt

Busfahren kann ein Abenteuer sein – nicht nur für jene älteren Bürger, die sich mit ihrem Rollator ins Gefährt bugsieren müssen. Jedes Mal atme ich als Zuschauer des Geschehens auf, dass die Bremsen der Schiebe-Wägelchen offensichtlich zuverlässig greifen.


Allerdings gibt es auch Busfahrer, die mit Gusto in die Bremsen ihrer ungleich schwereren Gefährte greifen. Gestern erlebte ich einen besonders sportlichen Fahrer – der seinen Beruf mutmaßlich auf kurvigen italienischen Traumstraßen gelernt haben muss. Zwischen Hösel und Heiligenhaus sind zwar nur Kreisverkehre zu umrunden, aber auch das lässt sich wechselweise mit Vollgas und Vollbremsung bewerkstelligen.


So ging’s auch auf gerader Strecke weiter: An die nächste Haltestelle herangleiten? Warum denn das? Eine Zielbremsung, dass jeder Fahrgast auch im Businneren das sportliche Aroma dampfenden Motoröls und brutzelnder Bremsbeläge wittern kann, schien für diesen Chauffeur zur Berufspflicht zu zählen. Froh war ich, dass auf diesen gefühlt 24 Stunden von Le Heiligenhaus kein armer Mensch mit Rollator zugestiegen ist – und dass ich selbst nicht seekrank wurde.


Schönen Gruß an die Rheinbahn: die Bremsen ihrer Busse funktionieren!

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