„1a“ sind nur gut hundert Meter Hauptstraße

Bei Maklerbüros vor Ort ist die Antwort auf die Frage nach der 1a-Lage für Geschäftsadressen in Heiligenhaus eindeutig: „zwischen Rathaus und Kirchplatz“, sagt Andreas Hütter – und sagt auch Wilhelm Schraub. Hier haben sich die größten Geschäfte niedergelassen. „Und die Hauptgeschäfte wechseln nicht“, so Andreas Hütter.

„Bäcker, Apotheken, Frisöre“, meint der Makler, „davon hat Heiligenhaus sicher genug“. Wichtigstes Thema für sein Büro ist allerdings die Vermittlung von Wohneigentum. Mietwohnungen seien in der Kleinstadt für den Makler entschieden weniger bedeutend. Bei Büros und mehr noch Industrie-Hallen sieht Andreas Hütter „einen stetigen Abbau“. Sie seien „kaum noch zu vermitteln“. Noch dazu bei Preisen, die sich nur gering von denen in Düsseldorf und den anderen Städten des ME-Kreises unterscheiden.

Wilhelm Schraub, der Senior des Immobilien-Büros von Matthias Schraub, sieht bis Höhe Bahnhofstraße eine Chance für die Hauptstraße, sich als 1a-Geschäftslage zu profilieren. Ladenflächen gebe es genügend auf dem Markt. Wilhelm Schraub sagt’s noch pointierter: „Die Leerstände haben zugenommen. Man sieht ja überall die Schilder vor den Häusern.“ Wie sich das Geschäftsklima – und damit der Gewerbliche Mietspiegel — entwickeln wird: Vor solchen Prognosen scheuen die Makler zurück.