125 Mal Blut gespendet
05.02.2012 | 17:18 Uhr 2012-02-05T17:18:00+0100
Heiligenhaus.„Altes raus, Neues rein. Das ist wie ein Ölwechsel!“ Manfred Kallenberg, 62 Jahre, lacht. 125 Mal hat er sich schon die Kanüle in die Armbeuge setzen lassen, um Blut zu spenden. „Das ist keine große Sache, und man hilft anderen.“
Rainer Böhm, 71 Jahre, sieht es genauso. „Wer weiß, wann man selbst mal Blutkonserven braucht. Mein Blut hilft bei irgendeiner Operation, ein anderer spendet mal für meine Behandlung.“ Rainer Böhm hat ebenfalls 125 Blutspenden hinter sich und will „weitermachen, bis es nicht mehr geht“. Angefangen hatte er „mit 18 oder 19 Jahren. So genau weiß ich das nicht mehr.“ Damals sei er in der Ausbildung gewesen, im Steinkohlebergwerk Rosenblumendelle in Mülheim-Heißen. „Die Leute vom Roten Kreuz kamen in die Betriebe. Da haben alle mitgemacht.“ Auch später, Böhm arbeitete längst bei der Bezirksregierung als Regionalplaner, blieb der Gang zum Blutspende-Termin – dann im Haus der Kirche in Heiligenhaus – ein liebgewonnenes Ritual alle zwei Monate.
1319 Spender in 2011
Ähnliches hat Elektromechaniker Kallenberg erlebt, der bei AEG am Höseler Platz das erste Mal seinen Lebenssaft spendete. „Die Arbeitskollegen und Freunde kamen immer zusammen, später in die Suitbertusschule und ins Haus der Kirche.“ Mittlerweile geht Kallenberg in der IKG-Aula zur Blutspende und findet den Vor-Ort-Service des DRK sehr bequem. „Nach Breitscheid wäre mir der Weg zu weit.“
Für ihre Spendewilligkeit wurden Kallenberg und Böhm jetzt vom DRK-Ortsverein mit Präsentkörben belohnt. Insgesamt, so betont Vorsitzender Ulf Kruse, freue man sich über eine positive Bilanz: 1319 Spender kamen 2011 (davon 130 Neuspender). 2010 waren es insgesamt 1054 Spender.
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