Zwei Verletzte bei Brand in Blankenstein
16.04.2010 | 14:59 Uhr 2010-04-16T14:59:00+0200
Hattingen. Großeinsatz für die Feuerwehr in Hattingen: Die Wehrleute wurden zu einem Kellerbrand in einem Einfamilienhaus am Steinweg gerufen, bei dem zwei Menschen verletzt wurden.
Die Meldung ging am Donnerstag um 18.06 Uhr bei der Feuerwehr ein. Zunächst war nicht klar ob sich noch Personen im Gebäude befanden. Als die ersten Kräfte eintrafen, quoll bereits dichter Rauch aus Fenstern und Türen. Umgehend wurden zwei Trupps unter schwerem Atemschutz in den Kellerbereich entsandt. Da sich der Brand auf mehrere Kellerräume ausgedehnt hatte, hatte sich bereits im gesamten Gebäude eine sehr starke Hitze- und Rauchentwicklung ausgebreitet.
”Insbesondere starke Hitzeentwicklung behinderte unsere Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten“, so Feuerwehrsprecher Jens Herkstrter. Um eine Entrauchung des Gebäudes zu erreichen wurde die Drehleiter an der Giebelseite des Gebäudes in Stellung gebracht. Ein weiterer Trupp unter schwerem Atemschutz öffnete die Fenster gewaltsam, damit der Rauch, der sich mittlerweile im gesamten Haus ausgebreitet hatte, entweichen konnte. Zeitgleich wurde der Brand im Keller über mehrere Stunden bekämpft.
Wegen der immer wieder auftretenden Brandnester war ein massiver Personaleinsatz unter Atemschutz notwendig. Daher forderte der Einsatzleiter neben dem Atemschutzcontainer der Hauptwache auch Unterstützung von der Kreisfeuerwehrzentrale des Ennepe-Ruhr-Kreises an. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde in aufwendiger Handarbeit der Keller inklusive der Wand- und Deckenverkleidung ausgeräumt und ins Freie verbracht. Hier löschten weitere Einsatzkräfte die Glutnester ab.
Bei dem Einsatz wurde ein Bewohner sowie ein Feuerwehrmann durch Rauchgase verletzt. Beide wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Nachdem die Kellerräume ausgeräumt und abgelöscht waren, wurde die Einsatzstelle abschließend mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Insgesamt kamen bei diesem Brand 14 Trupps unter schwerem Atemschutz und 5 Trupps unter Filtergeräten zum Einsatz. Die 75 Einsatzkräfte setzten sich aus den Löschzügen der Hauptwache, Mitte, Welper, Blankenstein, Holthausen, Niederwenigern und der Sondereinsatzgruppe „Information und Kommunikation“ des Löschzugs Bredenscheid zusammen. Die Einsatzdauer betrug viereinhalb Stunden, wobei die Einsatzstelle um 1 Uhr und 6 Uhr nochmals kontrolliert wurde.
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