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Zuversichtlich in die Zukunft

21.09.2012 | 18:37 Uhr
Zuversichtlich in die Zukunft
Für die Grundschule Bredenscheid setzten sich Eltern und Kinder bei der Schulausschusssitzung im Rathaus ein. Auf der Tribüne entrollten sie Transparente.Foto:Udo Kreikenbohm

Hattingen.   Eltern und Kinder setzen auf viele Anmeldungen für die Grundschule inBredenscheid. Die Entscheidung über den Schulentwicklungsplan zurückgestellt

Auf dem Rasen vor dem Rathausplatz springen jede Menge Kinder herum. Ihre Eltern besprechen derweil ihre Strategie. Sie sind alle aus Bredenscheid, um sich für die Grundschule in ihrem Ortsteil einzusetzen. Die Aufregung, die noch im Vorfeld herrschte, ist abgeklungen. Mit der Politik sind Gespräche geführt worden, die die Wogen schon etwas geglättet haben. So dass Mütter und Väter die Transparente nicht in Verbindung mit Kampfparolen schwingen, sondern zunächst zusammengerollt halten, später aber für ein Foto entfalten.

Schließung ist nicht geplant

Die Verwaltung hat ihren Beschlussvorschlag geändert. Alle signalisieren: Eine Schließung ist nicht geplant. Doch wenig später laufen sie mit Kind und Kegel im Rathaus auf, um noch einmal zu zeigen, wer sie sind, zu untermauern, was sie wollen – dass sie „Die Schule im Dorf lassen“ möchten, wie berichtet. Der Schulentwicklungsplan mit seinen Schließungstendenzen hatte die Mütter und Väter und ihren Nachwuchs auf den Plan gerufen. Jetzt sind sie nicht hier, um Rabatz zu machen, sondern Hoffnung auf die Zukunft.

Der sie nach dem Bekenntnis von Verwaltung und Politik zuversichtlicher entgegen sehen. Außerdem haben die Eltern es in der Hand. Melden genügend ihre Kinder an, ist das Thema sowieso vom Tisch. „Wir müssen zögernde Eltern ermutigen, ihre Kinder an der Grundschule Bredenscheid anzumelden“, war auch Resümee der Fraktion Grüne/FWI gewesen.

Statistische Basisdaten

Die verdeutlichten, wie andere auch, dass mit dem Schulentwicklungsplan nur statistische Basisdaten als Prognose geliefert werden, die mögliche kritische Entwicklungen benennen, aber keinen Handlungsautomatismus in Gang setzen. Allen Fraktionen sei die Bedeutung der Grundschule für den Stadtteil und seine künftige Entwicklung bewusst, als dass vorschnelle Entscheidungen gefällt würden.

Die Entscheidung über die Zukunft der Grundschule im Grünen liegt nun vorerst auf Eis. Der Schulausschuss entschied bei seiner Sitzung im Rathaus nicht über den Schulentwicklungsplan, sondern stellte die Entscheidung zurück.

Darauf hatte die Initiative „Schule im Dorf lassen“ gesetzt. Gehofft, dass die Politik dem Entwurf nicht zustimmt. Ohnehin mache es Sinn, die anstehenden Gesetzesänderungen auf Landesebene abzuwarten mit ihren neuen Kriterien für die Mindestgrößen von Schulen und Schuleingangsklassen und neuen Berechnungsgrundlagen.

Lehrer, Eltern und Kinder verfolgen das Geschehen aufmerksam. Auf der Tribüne knubbeln sich die Besucher, sorgen für einen ungewohnten Geräuschpegel. Und für regen Besucherverkehr auf den Rathausfluren. Jungen und Mädchen stapfen an der Hand ihrer Mütter und Väter Treppen runter und wieder rauf auf die Empore, suchen Toiletten. Oder einen Getränkeautomaten. Den es natürlich nicht gibt. Die Bürgermeisterin als Durstlöscher kommt allerdings auch nicht zum Zug. Hilfreich will sie einspringen. Hat aber nur Wasser zu bieten. Damit kann sie bei einem Jungen aber nicht gerade punkten. So dringend kann es mit dem Durst wohl nicht gewesen sein. Dringend ist laut Initiative dagegen, „dass Eltern ihre 2013/2014 schulpflichtig werdenden Kinder bei der  GS Bredenscheid zur Einschulung anmelden. Die Schule leistet exzellente Arbeit auf hohem pädagogischen Niveau“. Die Atmosphäre sei familiär. Das gilt gerade auch für das Rathaus.

Brigitte Ulitschka



Kommentare
22.09.2012
09:10
Zuversichtlich in die Zukunft
von anpeko | #1

Zitat:
Die Entscheidung über die Zukunft der Grundschule im Grünen liegt nun vorerst auf Eis
Was das bei der Politik bedeutet: ,,liegt nun vorerst auf Eis’’ haben wir ja bei dem Kanal-TÜV erlebt.

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