Zirkus-Show fasziniert das Hattinger Publikum

Die Clowns zeigen ihre beliebten Nummern. Hier kommen sie musikalisch daher im Circus Antoni.
Die Clowns zeigen ihre beliebten Nummern. Hier kommen sie musikalisch daher im Circus Antoni.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Die Zirkusfamilie Tränkler kommt immer wieder gern nach Hattingen. Hier hat der traditionsreiche Zirkus nicht mit so vielen Vorurteilen zu kämpfen.

Hattingen..  Die hell erleuchtete Manege wird plötzlich dunkel. Nur zwei schwere Kronleuchter erhellen den Reifen, der langsam von der Decke gelassen wird. Als Artistin Celina auf dem Ring wieder in die Lüfte fährt, ertönt die schaurig-schöne Musik aus dem Musical „Tanz der Vampire“, zu der das junge Mädchen ihre Kunststücke vor dem staunenden Publikum vollführt.

Der Zirkus Antoni gastierte wieder auf dem Gelände an der Werksstraße. An vier aufeinanderfolgenden Tagen konnten sich große und kleine Besucher an verschiedenen Szenarien erfreuen.

Comedy, Jonglage und Dressur

Neben der Vorstellung von Celina geht es zum Messerwerfen in den wilden Westen oder in die wilden Zeiten des Rock’n’Roll, wieder einen kurzen Szenenwechsel später findet man sich zwischen Lamas und Feuerspuckern in Marrakesch wieder. Die Lamas gefallen dem fünfjährigen Danny besonders. Während er tief in seine Süßigkeiten-Tüte greift erzählt er: „Ich bin das erste Mal heute im Zirkus.“ Auf die Frage, ob es ihm gefalle, antwortet er: „Ja, klar.“

Das 23-köpfige Ensemble rund um die Familie Tränkler präsentiert neben artistischen Nummern wie dem Stühlebalancieren, dem Hula-Hoop-Jonglieren auch die neue Diabolo-Show des neunjährigen Soni. Zum Programm gehören auch Comedy- und Dressur-Nummern.

So zeigt Dompteur und Zirkusdirektor Ludwig Tränkler mit seinen kleinen Shetlandponys oder den großen Friesenhengsten eine unterhaltsame Show, bei der hin und wieder gerne mal das Publikum miteinbezogen wird.

Seit 40 Jahren kommt der Familienzirkus, der in achter Generation von der Familie Tränkler geführt wird, bereits nach Hattingen. „Wir sind immer gern hier, weil wir wissen, dass wir ein relativ großes Publikum erreichen und weil die Menschen uns hier nicht mit Vorurteilen begegnen“, schildert Zirkussprecherin Vroni Stephan.

„Was das Image von Familienzirkussen noch zusätzlich belastet, sind die — nennen wir sie Schwindler –, die, während wir in der Stadt sind, bei Privatpersonen klingeln und in unserem Namen um Spenden bitten.“ In eigentlich jeder Stadt, in der der Zirkus auftrete, käme es zu solchen Aktionen. Circus Antoni selbst möchte sich ausdrücklich davon distanzieren. „Wir haben mit diesen Leuten absolut nichts zu tun. Deswegen sehen wir uns auch gezwungen, das während jeder Show unserem Publikum mitzuteilen.“