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Helden-Ausstellung

Zahnpokal und Rennwagen erinnern an Sport-Helden

26.01.2010 | 15:15 Uhr

Helden-Ausstellung in der Gebläsehalle zeigt Erinnerungsstücke des umstrittenen Rennfahrers Bernd Rosemeyer.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zeigt im Rahmen der Helden-Ausstellung Erinnerungsstücke eines umstrittenen Sport-Helden: Bernd Rosemeyer, blonder „Sonnenjunge”, Rennsport-Legende der 1930er-Jahre, damals aber auch Hauptsturmführer in der SS.

Beim renommierten Hohenstein-Bergrennen kam er im Jahr 1932 auf einem NSU-Motorrad als Zweiter ins Ziel. Während des Rennens büßte Rosemeyer einen Zahn ein, den er auf einem Sieger-Pokal verewigen ließ. Dieses Erinnerungsstück wie auch sein Rennwagen gehören zu den 800 Exponaten der Helden-Ausstellung, die vom 12. März bis zum 31. Oktober in der Gebläsehalle zu sehen sind.

Heute gilt Rosemeyer, der am 28. Januar 1938 mit seinem Rennwagen tödlich verunglückte, als „Schumacher der 30er-Jahre”. „Seine Faszination gründet in seinem Heldentod. So blieb er ewig jung und ewig tragisch”, sagt Robert Laube vom Industriemuseum, der überzeugt ist, dass sich der Rennfahrer kaum um die SS-Ideologie gekümmert hat. „Weder änderte er sein Verhalten gegenüber jüdischen Freunden noch schmückte er sich mit Uniformen.”

WAZ Redaktion

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