Workshop unterschiedlicher Kulturen
12.02.2012 | 19:23 Uhr 2012-02-12T19:23:00+0100
Hattingen. Mehr als 100 Schüler von 40 Schulen aus ganz NRW nahmen am Netzwerktreffen der DGB-Jugend im Jugendbildungszentrum am Homberg teil.
Mehr als 100 Schüler von 40 Schulen aus ganz NRW nahmen am Netzwerktreffen der DGB-Jugend im Jugendbildungszentrum am Homberg teil.
In zwölf Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer aus allen Schulformen mit dem Thema Rassismus. Die Jüngsten waren 14, die Ältesten 22 Jahre alt. Ein lockeres Wochenende in Klassenfahrt-Atmosphäre sei es aber nicht gewesen, erklärt Renate Bonow. „Die Schüler kommen freiwillig. Sie sind hochmotiviert. Sie alle wollen etwas lernen, sie alle wollen arbeiten. Und das Echo ist durchaus positiv.“ Bonow, die selbst Lehrerin ist erstaunt wie harmonisch sich der Umgang der Schüler untereinander gestaltet. Bei dem Treffen prallen die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander. Nicht wenige Teilnehmer haben einen Migrationshintergrund. Auch Marc Neumann (Pädagogischer Leiter beim DGB) war begeistert. Bedauerlich sei allerdings, dass sich unter den 250 an das Netzwerk angeschlossenen Schulen noch keine aus Hattingen befinde.
In den Workshops, die neben Rassismus Formen menschenverachtender Einstellungen thematisierten, brachten sich die Schüler selbst aktiv ein, verarbeiteten eigene Erfahrungen.
Wolfgang Brust leitete den Workshop „Lukas und Ayse – (k)eine Chance ? – Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten“. Für den Gesamtschullehrer aus Schwerte war es eine angenehme Erfahrung. „Unter den Schülern entwickelte sich eine sehr intensive Diskussion.“ Natürlich kamen an dem Wochenende auch die jüngsten Ereignisse um die Zwickauer Terrorzelle und um Neonazismus zur Sprache.
Aus der näheren Umgebung besuchten Nadine Langwieler und Janosch Annacker das Netzwerktreffen. Die beiden Schüler besuchen die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Sprockhövel.
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