Wo fast jeder jeden kennt

Foto: Funke Foto Services
Das 51. Heimatfest in Elfringhausen startete wie stets mit dem traditionellen Seniorennachmittag. Auch „Ehemalige“ genossen Kaffee und einen Imbiss.

Hattingen..  „Elfringhausen ist unsere Heimat – wir sind hier geboren und wollen bis zum Ende hier leben“, sagt das Ehepaar Doris und Friedrich-Wilhelm Pöthmann und schmunzelt dabei. Die beiden Senioren fühlen sich in der ländlichen Gegend mitten in der Natur nicht nur sehr wohl, sie sind mit vielen Nachbarn auch gut befreundet. Da ist es kaum verwunderlich, dass die Pöthmanns auch gerne das Heimatfest in ihrem Ortsteil besuchen – wie am vergangenen Wochenende wieder.

Dieses wurde dabei bereits zum 51. Mal ausgerichtet, und es begann mit einem Nachmittag für die Senioren. Eine lange Kaffeetafel mit etwa 100 Sitzplätzen wurde dazu liebevoll mit sommerlichen Blumen-Motiven dekoriert. Frischer Kaffee wurde gekocht und selbst gemachter Kuchen sowie Schnittchen wurden verteilt. Nach und nach füllte sich das Gemeindezentrum mit Besuchern.

„Die Senioren aus Elfringhausen bekommen jedes Jahr eine persönliche Einladung zum Heimatfest-Nachmittag zugeschickt“, erklärt Organisatorin Christiane Bremkamp. Die meisten Senioren kommen dabei seit vielen Jahren immer wieder gerne. „Die Atmosphäre ist einfach sehr familiär, weil so gut wie jeder jeden kennt“, erzählt Helga Elischak. Ihr Mann Manfred ist in Elfringhausen aufgewachsen. Und obwohl das Ehepaar inzwischen in Bochum lebt, wird die Familie in Elfringhausen regelmäßig und gerne besucht.

„Am schönsten ist das Gefühl der Zusammengehörigkeit im Ort“, sagt Angelika Fleischfresser. Auch sie hat über 14 Jahre in Elfringhausen gewohnt, bevor die Kinder aus dem Haus auszogen und dieses dann zu groß wurde„Es ist richtig schön, alte Freunde aus Schulzeiten einmal im Jahr wiederzusehen und sich mit ihnen auszutauschen“, betont auch Renate Hanau. Auch ihre Freundin Renate Schürmann lebt gemeinsam mit ihrem Mann in Elfringhausen: ­„Solange man noch mobil ist oder im Alter Hilfe von seinen Kindern bekommt, muss man als Senior auch nicht aus der ländlichen Gegend wegziehen.“

Während des gemütlichen Kaffeekränzchens werden auf einer Leinwand die Bilder des letzten Heimatfestes gezeigt. Im Anschluss führt die Laienspielgruppe Elfringhausen das Theaterstück „Immer Ärger mit der Vollwertkost“ auf.

Für die jüngere Generation steigt die Party dann wie gewohnt am Abend – diesmal unter einem neuen Zelt, das im Wert von 16 000 Euro angeschafft wurde, da das alte Zelt faul geworden war. Möglich wurde die Anschaffung dabei nicht zuletzt durch Spenden in Höh von rund 4000 Euro. Den Großteil steuerten die Freiwillige Feuerwehr und der Bürger-, Heimat- und Verkehrsverein bei.

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