Wintereinbruch bereitet kaum Probleme

Wintereinbruch in Hattingen: Mehrere Zentimeter hoch liegt der Schnee in Bredenscheid. Das macht Spaß.
Wintereinbruch in Hattingen: Mehrere Zentimeter hoch liegt der Schnee in Bredenscheid. Das macht Spaß.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In Hattingen überrascht der Schnee niemanden. Polizei und Feuerwehr haben fast keine Einsätze.Nur die gefrorene Glätte ist ein kleiner Stolperstein für Winterdienst und die Kunden der Einzelhändler

Zum Jahresende gibt’s bei uns den ersten Schnee in 2014. Bereits nach den Feiertagen schneite es, zu Beginn der Woche kam dann noch mal ein wenig nach. Die Hattinger waren aber weitestgehend gut darauf eingestellt.

Was den Verkehr betrifft, gab es keine Probleme. Auch, weil nur wenige in den vergangenen Tagen auf den Straßen unterwegs waren. „Die meisten bleiben bei Schnee doch lieber zu Hause oder lassen ihren Wagen stehen. Je weniger Fahrzeuge auf der Straße sind, desto weniger passiert“, sagt Polizeisprecherin Birte Boenisch. So gab es in Hattingen zuletzt nur einen kleineren Unfall. Am Wochenende kam ein Auto auf der Kohlenstraße von der Fahrbahn. Der Fahrer kam aber mit einem Blechschaden in Höhe von 300 Euro davon.

Für Polizei und Feuerwehr ist es angenehm, wenn sie nicht ausrücken müssen. „Wir sind sehr froh, wenn trotz schwieriger Witterung alles rund läuft“, meint Jens Herkströter, Pressesprecher der Feuerwehr. Seine Kollegen löschten am Wochenende nur einen brennenden Altpapiercontainer in der Nordstraße. Der Schnee war dagegen kein Grund, auszurücken, worauf die Löschzüge aber vorbereitet gewesen wären. Auch durch technische Erweiterungen der eigenen Fahrzeuge.

Ob die Menschen bei Frost vorsichtiger fahren, lässt sich allerdings schwer einschätzen. Zumindest die Hauptstraßen waren tagsüber geräumt. Das Garten- und Landschaftsbauunternehmnen Pauli fährt einige Stellen zum Räumen an. „Die Schneemenge war überschaubar und kein Vergleich zu den Bergen vor zwei Jahren“, sagt Betriebsleiter Dane Hippler. Der Schnee sei tagsüber schnell getaut. Dadurch ergab sich aber vor allem in der Nacht zum Sonntag und zum Montag ein Problem: überfrierende Glätte. „Vor allem in den Abendstunden trat sie auf, weil der Schneematsch getaut war und auf der Straße wieder gefroren ist“, berichtet Hippler. Der Winterdienst hatte daher einiges zu tun, um den Frost wieder zu beseitigen.

Auch in der Altstadt war es stellenweise sehr glatt. Dennoch kamen die Kunden in die Geschäfte. Im Schuhaus Heller war sogar reger Betrieb. „Im Winter haben mehr Leute kalte Füße und kommen zu uns“, freute sich Inhaber Peter Blome. Geschäfte, die keine Winterartikel anbieten, haben nicht vom Wetter profitiert. „Zu Beginn einer Schneeperiode sind die Kunden immer etwas vorsichtiger. Manche bleiben zu Hause. Betrieb war aber trotzdem“, so der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes.

Beim Landhaus Siebe war ebenfalls Betrieb. Denn dort blieb der Schnee aufgrund der etwas höheren Lage liegen, weshalb auch einige Gäste den Skilift nutzten.