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Männerrunde: Zur CDU-Fraktion (15 Mitglieder) zählen zwölf Ratsherren und drei Ratsfrauen. Bei der SPD (19) sind es elf Männer und acht Frauen.
Männerrunde: Zur CDU-Fraktion (15 Mitglieder) zählen zwölf Ratsherren und drei Ratsfrauen. Bei der SPD (19) sind es elf Männer und acht Frauen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nur die SPD und die Grünen haben das Gremium politisch korrekt besetzt

Hattingen..  Die Gleichstellungsstelle der Stadt Hattingen ist mit einer Frau besetzt. Von Anfang an war das so. Ingrid Wawrzyniak hieß die erste Amtsinhaberin 1986, als die Position eingerichtet wurde. 2012 folgte Jutta Dinca. Allerdings mit halber Kraft. Die aktuelle Hüterin der Frauenrechte hat nur eine halbe Stelle. Die Stadtspitze gab das Motto „Qualität vor Quantität“ aus und lässt sich die Gleichstellung fortan nur noch 29 000 statt 50 000 Euro jährlich kosten.

Die politischen Parteien könnten das Thema preiswerter besetzen. Denn der jetzt wieder eingerichtete Personal- und Gleichstellungsausschuss kostet sie nichts. Sie müssen das Gremium nur mit Stadtverordneten bestücken. Mit möglichst vielen Frauen, sollte man meinen. Weit gefehlt: Gleichstellung im politischen Raum bleibt in dieser Stadt Männersache.

Allein die SPD schickt – ebenso gendergerecht wie politisch korrekt – vier Frauen und vier Männer gleichberechtigt in den Ausschuss: Sabine Radtke, Melanie Witte-Lonsing, Thomas Dorndorf-Blömer und Achim Paas als ordentliche Mitglieder, Marlis Fry, Dorothea Kiesewetter, Rainer Somer und Udo Woidneck als Stellvertreter.

Die Grünen schaffen zwar auch noch das 50:50-Verhältnis, haben sich allerdings für Frank Staacken als Mitglied und Brigitte Serrano als Stellvertreterin entschieden.

Bei den Linken (Friedhelm Knippel und Marko Happich) sowie der FDP (Gilbert Gratzel und Marc Bartrina) ist die männliche Dominanz festgeschrieben. Beide Fraktionen haben keine einzige Frau an Bord.

Die CDU hingegen könnte Frauenpower hinbekommen, will aber offensichtlich nicht. Sie schickt Gerd Nörenberg, Theo Haske und Reinhard Korfmann als Mitglieder, Lothar Kipscholl, Nicolas Baumeister und Ulrich Brauksiepe als Stellvertreter ins Rennen.

Mathematisch ist die 5:1-Konstellation indes konsequent. Denn nur drei der 15 CDU-Ratsmitglieder sind Frauen.