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Aphorismus-Archiv

Wer will schon ans Ruder, um zu rudern

08.06.2011 | 16:37 Uhr
Wer will schon ans Ruder, um zu rudern
Foto: Barbara Zabka

Hattingen. Aphoristiker und Freunde haben ihren Spaß an der „Gedanken-Übertragung“ im Café im Stadtmuseum in Blankenstein.

Ohne flotten Spruch kommt bei ihm keiner weg. Während Dr. Jürgen Wilbert ankündigt, dass das Deutsche Aphorismus-Archiv bis 13. Juni auf der Düsseldorfer Kö beim Bücherbummel vertreten ist, nimmt er sich auch den Ehec-Erreger vor: „Ich hab’ gehört, die haben jetzt die Sprossen an Leitern in Turnhallen entfernt.“ Die „Gedanken-Übertragung“ sitzt ihm in den Knochen.

Im „Stammcafé“ der Aphoristiker und Aphorismenfreunde im Stadtmuseum Blankenstein hat er gerade den druckfrischen Band zur Hattinger Aphoristikertagung 2010 vorgestellt. Zusammen mit den beiden anderen Herausgebern Petra Kamburg und Friedemann Spicker. Das Trio führte in Aufbau und Inhalt des mehr als 130 Seiten starken Buches ein, ehe zehn Autorinnen und Autoren, die im Buch abgedruckt sind, eigene und Kurztexte der nicht Anwesenden präsentierten vor Publikum, das auch die Empore füllte.

Mit Oskar Gölzenleuchter aus Bochum war auch einer der Illustratoren anwesend. Die Zuhörer hatten sichtlich Vergnügen an vielen der vorgetragenen Denkanstöße wie „Wer will schon ans Ruder gelangen, um zu rudern?“ (vom Luxemburger Jacques Wirion), „Einen guten Gedanken erkennt man daran, dass er einem geklaut wird“ (vom bekannten Kölner Aphoristiker Gerhard Uhlenbruck), „Gestern überfiel mich ein Gedanke; heute sitzt er ein“ (von Edith Linvers aus Recklinghausen).

Für Musik sorgten die zwei Musiker vom Robert Scholtes (E-Piano) und Wolfgang Wittmann (Gitarre) vom Trio Gedankenspiel. Jürgen Wilbert, zugleich Vorsitzender des Fördervereins DAphA Hattingen, als dritter im Bund moderierte. Das Buch ist im Handel erhältlich für 14,90 Euro.

WAZ Redaktion

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Kommentare
12.06.2011
15:27
Wer will schon ans Ruder, um zu rudern
von Nie_wieder | #1

„Ich hab’ gehört, die haben jetzt die Sprossen an Leitern in Turnhallen entfernt.“

Und für solche aphrositische Erkenntnisse gibt`s also auch noch Zuschüsse aus dem Stadtsäckel ?

Unfaßbar, wofür in Dilettantingen so die Kohle rausgehauen wird....

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