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Kriminalität

Weniger Straftaten in der Innenstadt

14.04.2010 | 20:57 Uhr
Weniger Straftaten in der Innenstadt

Hattingen.Polizei und Stadt erklären das Ergebnis rund um Reschop und Altstadt mit ihrer Präsenz und Zusammenarbeit.

Die Straßenkriminalität hat in fast allen Bereichen abgenommen, so fasst die Polizei ihre Statistik für das Jahr 2009 zusammen. In Zahlen heißt das für den Bereich Altstadt und Reschop: Es gab 159 Fälle von Straßenkriminalität wie Sachbeschädigungen. 2008 waren es 181 – ein Rückgang von knapp 15 Prozent. Bei den 159 Taten zählen fünf zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. 2007 waren es elf, ein Jahr später neun. Konstant geblieben ist die Anzahl beim Taschendiebstahl: Sie hat sich bei rund 30 eingependelt.

Weniger geworden sind schwere Körperverletzungen. Sie sanken von 54 im Jahr 2008 auf 40 in 2009, berichtet Markus Faßbender, Leiter des Polizeihauptkommissariates. Die schlechte Nachricht: Ein deutlicher Anstieg bei den einfachen Körperverletzungen, zu denen Backpfeife oder Rempelei zählen. Es sind 42 in 2009 gewesen, ein Jahr zuvor 22. Das könne daran liegen, dass viele heute schneller einfache Taten anzeigen, sagt Klaus Menningen, Leiter der Polizeiinspektion. Bei diesen Taten werde nicht unterschieden, ob sie sich in der Familie, auf der Straße oder in der Kneipe ereignen.

Unterm Strich sind Polizei und Stadt zufrieden mit den Ergebnissen. So wie mit der Zusammenarbeit zwischen Polizisten und dem kommunalen Ordnungsdienst, der nun seit drei Jahren in der Innenstadt unterwegs ist. „Wir haben erkannt, dass er am Wochenende in den frühen Stunden nicht oft benötigt wird“, sagt der Erste Beigeordnete Frank Burbulla. Die Stadt habe entschieden, die Zeiten nach hinten zu verschieben. Gekürzt werde in dem Aufgabenbereich nicht. Die Mitarbeiter würden aber anders und effektiver eingesetzt. Ihre Präsenz habe positive Auswirkung auf die Situation in der Altstadt. „Sie sind eine große Hilfe für das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen“, sagt Burbulla. Und gerade im Bereich Reschop habe es daran gemangelt: „Es gab früher viele Beschwerden.“

Erfolgreich war der Ordnungsdienst auch, als es eine negative Entwicklung in und vor einigen Kneipen gegeben habe. Das habe man in den Griff bekommen, indem der Ordnungsdienst bis fünf Uhr morgens kontrollierte. Die Polizei profitiert von Hinweisen des Ordnungsdienstes. „Sie ziehen uns in Fällen hinzu, in denen wir vielleicht zu spät gekommen wären oder die wir gar nicht mitbekommen hätten“, lobt Faßbender. „Es sind zusätzliche Augen, die unterwegs sind“.

Für die Zukunft wünscht sich Burbulla, noch mehr Akteure ins Boot zu holen. Er denkt an Richter, wenn es um schnelle Reaktionen bei straffällig gewordenen Jugendlichen geht. Bei denen spielt der Alkohol eine große Rolle. „Ein Jugendlicher, der nicht trinkt, tritt den Autospiegel nicht ab“, sagt Menningen. Eine gute Zusammenarbeit werde da im Umfeld der Feste und des Karnevals bereits geleistet. Die Situation habe sich in den letzten Jahren verbessert.

Menningen prognostiziert: „Die gute Entwicklung wird sich stabilisieren“. Insgesamt sei Hattingen schon früher eine friedliche Stadt gewesen. Er fügt mit Blick auf die neuen Zahlen hinzu: „Jetzt ist es noch friedlicher.“

Dominika Sagan

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Kommentare
16.04.2010
08:38
Weniger Straftaten in der Innenstadt
von dusselbiene | #2

Die Verdoppelung der einfachen Körperverletzungsdelikte auf die Mentalität der Anzeiger zu schieben beweist: Diese Statistik ist wahrscheinlich geschönt und der Tenor ist: Alles wird besser!
Was da nicht reinpasst wird eben schöngeredet
.
Übrigens ist es gar nicht so einfach bei einer offensichtlichen Sachbeschädigung die Streifenbeamten zur Aufnahme einer Anzeige zu bewegen. Die Jungs sehen dann einfach nicht das Vorliegen einer Straftat, obwohl alle Tatbestandsmerkmale erfüllt sind, und drücken einem eine Broschüre in die Hand, wie man/frau auf dem Privatweg Recht bekommt.

15.04.2010
12:37
Weniger Straftaten in der Innenstadt
von Ministerin ohne Charakter | #1

Ei, wer hat denn die Statistik wieder mal geschüttelt ?

Da wird doch wohl nicht der Touristenhochburg der Sicherheits-Tribut gezollt ?

Ach ja...Und ist schon vergessen, dass sich in jüngster Zeit die Überfälle in der Altstadt wieder häufen ? Zuletzt wegen ein paar Zigaretten am Rathaus.

Jaja...Wenn man keine Polizei-Streifen auf den Weg bringen will, dann stellt man einfach eine gut geschüttelte Statistik vor. Und schon - siehe den Bericht - ist alles wieder in Butter.

Wäre da nicht die Steigerung der Zahl der einfachen Körperverletzungen. Aber da gab`s nur mehr Anzeigen...

Ja, nee iss schon klar....Auch so kann man `ne Statistik schön quatschen.

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