Weniger Schnee, dafür mehr Besucher
22.12.2011 | 17:13 Uhr 2011-12-22T17:13:00+0100
Hattingen. Weihnachten steht in den Startlöchern. Der Weihnachtsmarkt hingegen schließt für ein Jahr seine Pforten. Wie lief die Saison 2011? Ein Fazit.
Heiligabend kommt. Der Weihnachtsmarkt geht. Nach einer kleinen Zwischenbilanz vor zwei Wochen folgt nun das Resümee. Die Hattinger Zeitung hat bei Händlern und Organisatoren nachgefragt: Wie fanden Sie den Weihnachtsmarkt 2011?
Alfred Schulte-Stade zeigte sich zufrieden mit dem Geschäft 2011. Der Initiator des nostalgischen Weihnachtsmarkts im St. Georgs-Viertel: „Im Schnitt ist es sehr gut gewesen. Das lag einfach an der Wettersituation in diesem Jahr. Das Geschäft vergangenes Jahr lief extrem schwer, wegen des ganzen Schnees.“ Der Regen in diesem Jahr sei zwar ärgerlich gewesen, doch zum Glück seien wenigstens die gut besuchten Wochenenden zumeist trocken gewesen, freut sich Schulte-Stade.
„Das Wetter war ein echtes Problem in diesem Jahr. Bei Dauerregen läuft halt nichts“, beklagt sich Ralf Surma, der an seinem Stand Maniküre- und Pediküre-Artikel verkauft. „Das Traurige war ja auch, dass es in Hattingen besonders schlimm war. Ich komme aus Köln, da gibt es so etwas nicht. Da ist es immer trocken und warm.“ Die Wochenenden seien noch in Ordnung gewesen. Umsatzmäßig liege er hart an der Grenze. Ob er im nächsten Jahr wieder am Obermarkt stehen wird? „Das kann ich noch nicht sagen.“
Yvonne Rösgen kann die Sorgen ihres Händlerkollegen nicht verstehen. „Es war sehr viel los und das Wetter war auch nicht so ein großes Problem.“ Das kann aber auch daran liegen, dass Rösgen einen Würstchenstand betreibt. „Essen geht halt immer“. Die Geschäfte liefen in diesem Jahr besser, weil das Schneechaos ausblieb. „Die Atmosphäre war dagegen 2010 besser“, stellt sie fest.
Mit dem Geschäft an sich zufrieden ist auch Monika Antic. „Nur die Umstände waren höchst unerfreulich“, sagt die Mützenhändlerin, die ihre Ware vor dem alten Hertie-Gebäude anbietet. Ihre Kritik richtet sich an Hattingen Marketing. Die Anordnung der Verkaufsstände entbehrt ihrer Meinung nach jeglicher Logik. „Zwei Stände, an denen Mützen verkauft werden, nebeneinander. Direkt daneben ein Fischstand. Das macht doch keinen Sinn“, so die Händlerin. Nach vier Wochen habe man den Fischgeruch satt. Zudem seien ihre Kunden verunsichert, ob der intensive Geruch sich in den Textilwaren festsetzt. „Es scheint, als würden die sich keine Gedanken machen.“ Jeder, der sich um einen Stellplatz bewerbe, werde wohl auch genommen. Das Ergebnis: „Wir haben mindestens acht Hut- und Mützenstände. So viel braucht kein Mensch.“
Georg Hartmann vom Marketingverein kann den Ärger der Hutverkäuferin nachvollziehen. „Verschiedene Faktoren führten dazu, dass zwei Stände mit dem selben Angebot nebeneinander stehen.“ Zum einen seien Baumaßnahmen an der Heggerstraße verantwortlich. Zum anderen ein neues Sicherheitskonzept, das berücksichtigt werden musste. Hartmann: „Wir haben daraus gelernt. Im nächsten Jahr wird es einen gesünderen Mix geben, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt.“
16:35
Man kann immer unterschiedlicher Meinung sein, und auch einzelne Personen kritisieren. Wie hier aber einige Leser sich andauernd auf Herrn Hartmann und das Marketing Hattingen einschiessen, finde ich ziemlich unsachlich. Ich denke diese Personen kennen ihn gar nicht persönlich, und dadurch können sie sich nur eine Meinung über andere Informationquellen bilden. Vielleicht einfach mal ein bisschen gelassener manche Dinge sehen, und sich nicht anauernd mit der Kritik von einzelnen Personen befassen, die man selbst gar nicht kennt. Man sollte sich immer selbst hinterfragen, ob man selbst alles besser machen würde. Ich wünsche dem Stadtmarketing Hattingen ein schönes Jahr 2012 und wünsche weiterhin alles Gute. Macht weiter so!
12:49
Ich möchte niemand einzlnen dafür verantwortlich machen, aber der Hattinger Weihnachtsmarkt wird von Jahr zu Jahr unatraktiver. Man kann sich nicht einfach darauf verlassen, dass allein die schöne Altstadtatmosphäre schon genug Besucher anlockt. Das Angebot neben Essen und Trinken ist sehr dürftig und bewegt sich bisweilen ehr auf Trödelmartkniveau.
Ich mag unsere Altstadt und ihre Gemütlichkeit, aber im nächsten Jahr werde ich mir den Besuch des Weihnachtsmarkt schenken. Das ganze Konzept stimmt nicht mehr.
03:32
Da hat der Schorschi wieder Mist gebaut. Er kann es einfach nicht. Zwei Hutstände nebeneinander. Und die Fischbude daneben.
So verärgert man sich nicht nur die Händler, die vier Wochen lang um Kunden buhlen müssen.Nein, auch die Kunden selber. Denn welcher Konsument möchte seinen Lieben daheim unterm Baum eine Mütze mit garantioertem Duft firttierten Öls oder Fisch schenken...
Pleiten, pech und Pannen werden die Hattinger so lange erleben, wie für teuer Geld ein Marketingchef agieren darf, der mehr durch Unfähigkeit und Beratungsresitenz denn durch professionelles Handeln aufgefallen ist.
Die Stadt muss sparen. Nur am überflüssigen Marketing mag unsere Meisterin nicht sparen. Dabei könnte den Job das Amt für Wirtschaftsförderung locker mitmachen!