Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung

Foto: Haenisch
Was wir bereits wissen
Grund für den Rückgang sind bessere Vorsichtsmaßnahmen und ein geringerer Konsum.

Hattingen..  Die Zahl der Jugendlichen, die wegen Alkoholvergiftung ambulant oder stationär behandelt werden mussten, ist laut Statistik des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen 2013 um fast 15 Prozent im Vergleich zu 2012 gesunken. In Hattingen nehmen die Krankenhäuser einen leichten Rückgang der akuten Fälle wahr.

Noch vor einigen Jahren gab es häufiger Jugendliche, die wegen einer Alkoholvergiftung behandelt werden mussten. „Ich kann mich nicht genau erinnern, wann wir zuletzt einen Jugendlichen behandelt haben, der zu viel Alkohol getrunken hatte. In diesem Jahr war das noch nicht der Fall. Es ist schon ein paar Monate her“, sagt Iris Sollert aus der Ambulanz der Klinik Blankenstein. Auch im Evangelischen Krankenhaus kommen Einlieferungen seltener vor als in der jüngeren Vergangenheit.

Den Rückgang in Hattingen bringen die Krankenhäuser damit in Verbindung, dass es vor Ort wenige Veranstaltungen gibt, die viele Jugendliche anlocken. Die häufigsten Fälle einer Alkoholvergiftung treten an Rosenmontag auf. Ansonsten halten sich viele Jugendliche in den Nachbarstädten auf und werden dort in Krankenhäuser eingeliefert, wenn eine Alkoholvergiftung eintritt.

Ordnungsamt ist präsent

Zudem sei in Hattingen in den vergangenen Jahren auch die Aufmerksamkeit der Stadt gegenüber Jugendlichen gestiegen. Die Krankenhäuser nennen hier die bessere Präsenz des Ordnungsamtes an den Plätzen, wo sich Jugendliche gerne und häufig aufhalten.

Auch das Jugendamt sei darum bemüht, den Alkoholkonsum zu verringern und die Jugendlichen besser über die Folgen aufzuklären. Ein Beispiel dafür, dass die Jugendlichen in Hattingen vor unkontrolliertem Alkoholkonsum geschützt werden, ist das Alkoholverbot rund um den Bunker beim Altstadtfest.

„Viele Geschäfte haben sich außerdem umgestellt und achten beim Verkauf von Spirituosen darauf, dass an Jugendliche nichts abgegeben wird“, nennt Iris Sollert einen weiteren Grund für den Rückgang des Alkoholkonsums.